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Thema: Selbständig und Teilzeit - ist das möglich?

  1. #1
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    Frage Selbständig und Teilzeit - ist das möglich?

    Hallo,

    ich habe mal eine Frage an Euch, ich bin selbstständig aber das bringt momentan nur noch 350,00 - 400,00€ ein, nun hätte ich die Möglichkeit eine Teilzeitstelle zu bekommen, die 650-680€ netto monatlich in die Kasse bringen würde und ich wunderbar mit meiner jetzigen Tätigkeit vereinbaren könnte. Also genügend Geld dann vorhanden wäre.

    Meinem Treuhänder zahle ich seit 8 Monaten (im ersten Jahr der WHP bin) jeweils monatlich 154€; stelle ihn also so, als ob ich in einem Vollzeitarbeitsverhältnis (1200€) wäre.

    Nun habe ich aber gelesen, dass es PRobleme geben kann, wenn man selbstständig und Teilzeit arbeitet.

    Weitere Probleme ergeben sich, wenn der Schuldner in der Insolvenz oder in der Wohlverhaltensperiode seiner Privatinsolvenz neben seiner Selbständigkeit - auch nur kurzzeitig oder in Teilzeit - angestellt tätig ist.
    http://www.brennecke.pro/328/Selbsta...chuldbefreiung

    Kann ich die Stelle annehmen und meinen TH darüber informieren oder sollte ich es sein lassen, weil es tatsächlich Probleme geben kann?
    Und was für Probleme könnten das dann sein?

    DAnke im voraus

  2. #2
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    Standard

    2 Dinge nur kurz, da ich dein posting nur kurz überflogen habe: Du zahlst in der Tat deinem IV mtl. 154,- € obwohl Du nur 400,- € einnimmst ?
    Wie und wovon lebst Du denn. Dein IV hat auch keine Skrupel, dir in Kenntnis dieser Umstände diese Summe zu entreissen ?!

    Lies dich hier mal im Forum durch: In den letzten Tagen kam hier ein Hinweis eines recht erfahrenen und seriösen Users (ich glaube Zaphood Beeblebrox), der den
    wertvollen Hinweis gab, das nur bei Erzielung gewisser Gewinne auch eine fiktive Abführung zu erfolgen hat. Ausserdem könntest Du das auch jährlich im Nachhinein machen, um zu sehen, was Du wirklich erwirtschaftest.

    Ich fand diesen Hinweis so wertvoll, dass ich die Adnmins darauf hinweisen würden, dies für alle Selbstständigen auf der Startseite des Forums zu verlinken, sonst geht es unter und das ist die eigentliche "Revolution" des § 295 (2) Inso zum fiktiven Abführungsbetrag.

    Und zur Teilzeitstelle: Natürlich kannst Du die annehmen, das machen viele Selbstständige um überhaupt zu überleben - Solange Du im nicht pfändbaren Bereich liegst, gibt es MEINER MEINUNG NACH gar keine Problem - darüber hinaus solltest Du dich mit deinem IV in Verbindung setzen, falls Pfändbares erwirtschaftet wird.
    gruß giorgino

  3. #3
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    Guck mal hier

    Zitat Zitat von Grisu Beitrag anzeigen
    Musste ich auch erstmal suchen nachdem mich Zaphod netterweise korrigiert hat.
    Dürfte dies hier sein

    http://lexetius.com/2014,960

    ab 21

    LG
    Grisu
    und den TH mußt du natürlich informieren, wenn du eine Beschäftigung aufnimmst.

    LG
    Grisu

  4. #4
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    Problemlos funktionieren müsste es aber oder?
    "Alles, was erfunden werden kann, wurde bereits erfunden."

    Charles Duell, Chef des amerikanischen Patentamts, 1899

  5. #5
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    Oh, danke. Das wird mich demnächst wohl auch betreffen. Hab mir das direkt ausgedruckt.

  6. #6
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    Standard

    Zitat Zitat von Grisu Beitrag anzeigen
    Guck mal hier



    und den TH mußt du natürlich informieren, wenn du eine Beschäftigung aufnimmst.

    LG
    Grisu
    Was man manchmal so findet... danke für den Link! Ist sicher noch Aktuell.

    Bei mir (Teilzeit+Selbständigkeit) war auch die Frage was ich abführen soll.... der Verwalter begnügt sich mit geringen Beiträgen... was wohl auch meiner Gesundheit geschuldet ist, weswegen ich vieles in Vollzeit wohl garnicht machen kann ohne Gefahr der rascheren Arbeitsunfähigkeit....


    Dennoch bin ich unsicher.... weil wenn man die Gesundheit einbezieht wäre bei mir garnichts Pfändbar... wenn man nur das einbezieht was ich so in meinem Beruf in Vollzeit bekommen würde dann müsste ich Monatlich sicher an die 500.- abführen.

    Das Zwischenurteil in deinem Link sagt ja soviel wie - Es muss der Pfändbare Anteil als wäre der Schuldner in seinem Beruf tätig abgeführt werden. Jedoch nur dann wenn er diesen überhaupt erreicht -
    Ich hatte immer wieder Blogbeiträge gelesen wo soviel Stand wie.. selbst wenn man keinen Gewinn macht... was ja eigentlich Absurd ist. Das Gericht sieht dies wohl genauso und bezieht diesen Passus daher so ein, das man nur tatsächliche Gewinne abzuführen hat bis zu der Grenze des Betrages das man eben als Vollzeit-Arbeitender hätte.


    Was mich zu dem Schluss bringt.... entweder es wird als Berechnungsgrundlage die Angemessene Berufliche Tätigkeit entsprechend der Ausbildung, Berufserfahrung, Alter und Gesundheit herangezogen zur Berechnung. Oder Der im Erlernten Beruf übliche Verdienst.... wobei in beiden Fällen gilt... mehr als man hat wird nicht verlangt.... Sprich.... man kann wohl einfach die Beträge entsprechend der Pfändungstabelle Ermitteln, bis zu dem Betrag der Maximal zu erwarten wäre wenn....


    Wobei ich mich da auch noch Frage... wenn der Insolvenzverwalter sagt ihm reichen Monatlich 50.- weil man ja Gesundheitlich eingeschränkt ist..... ob dann nicht ein Gläubiger kommt und sagt... der Schuldner will doch nur sich bereichern und hätte bis zu 300.- im Monat zahlen sollen....immerhin waren die Gewinne vorhanden (also wenn sie denn vorhanden wären).


    Allerdings ist das alles wiederum zu vernachlässigen, wenn man sowieso innerhalb der 6 Jahre die Kompletten angemeldeten Forderungen beglichen hätte, da sich die Widersprüche nur auf die RSB beziehen... des weiteren dürften die Gläubiger den Widerspruch eigentlich nicht erst am ende der Insolvenz Formulieren, wenn Ihnen vorher (zur ersten Schlussverteilung vor beginn der WVP) schon die Finanzielle, Gesundliche und Berufliche Situation bekannt war und sich daran nichts geändert hat, oder ?

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