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Thema: Schulden und Umzug ins Ausland, Privatinsolvenz möglich?

  1. #1
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    Standard Schulden und Umzug ins Ausland, Privatinsolvenz möglich?

    Hi,
    meine Situation ist Folgende:

    Ich habe um die 60.000 Euro Schulden bei einem Gläubiger, die ich momentan auch abbezahle. Da ich nun bald meinen Job verliere und keine Ausbildung habe, sehe ich nur die Möglichkeit für den Rest meines Lebens auf Hartz IV Niveau zu arbeiten um meine Schulden abzubezahlen.

    Hätte ich die Möglichkeit in die Privatinsolvenz zu gehen?

    Jedenfalls möchte ich demnächst meinen Wohnsitz abmelden und für längere Zeit ins Ausland gehen, da ich mir ein Leben in Deutschland so nicht mehr vorstellen kann.

    Was sollte ich vorher in Bezug auf meine Schulden beim Gläubiger tun? Oder ist das egal? Im Ausland werde ich dann zwar einer Arbeit nachgehen, mein Einkommen wird aber bei ca. 1000 Euro liegen, sodass ich erstmal weiterhin keinen Kredit abbezahlen kann.

    Danke schonmal

  2. #2
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    Von einem Umzug ins Ausland verschwinden deine Schulden leider nicht.

    Hast du schon Kontakt zu einer Schuldnerberatung aufgenommen?

    In der Regel muss vor Beantragung der Privatinsolvenz beim zuständigen Amtsgericht ein Nachweis darüber eingehen, dass man es vorher mit einem außergerichtlichen Vergleich versucht hat.

    Du solltest in Bezug auf einen neuen Job nicht so negativ denken. Schreib Bewerbungen auf Stellen, die dich ansprechen, und verkauf dich darin nicht unter Wert. Sofern es deine familiäre Situation zulässt, könntest du dir fürs Wochenende einen Nebenjob suchen.

    Lieben Gruß
    "Klatschmäuler sind die schlimmsten Gerüchtsvollzieher."

    Insolvenzverfahren eröffnet am 01.09.2014

  3. #3
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    Habe zwar Kontakt zu einer Schuldnerberatung aufgenommen, aber die meinten, solange ich noch einen Job habe kann man da nichts machen.

    An was für eine Art Job hast du gedacht? Und was heisst "verkauf dich nicht unter Wert"? Ich habe nunmal keine Ausbildung und mehr als 6 Monate Berufserfahrung kann ich nicht vorweisen.

    Und nein einen Job fürs Wochenende kann ich mir nicht vorstellen. Ich bin nicht bereit mein Leben für eine Arbeit wegzuwerfen bei der ich kein Leben mehr ausserhalb der Arbeit habe..

  4. #4
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    Standard Chancen im Ausland nutzen

    Zitat Zitat von Sternenbande Beitrag anzeigen
    Ich bin nicht bereit mein Leben für eine Arbeit wegzuwerfen bei der ich kein Leben mehr ausserhalb der Arbeit habe..
    Eben, daher ist es wichtig, daß Du Deine Schulden schnell los wirst. Wenn du gut Englisch sprichst, und sonst ganz pfiffig bist, versuche es in Great Britain. Dort gibt es auch für Leute ohne Ausbildung interessante Call Center Jobs. Zwar anstrengend, und schlecht bezahlt (ca. 1.400 Euro im Monat), aber Du zahlst weniger Sozi Abgaben und Steuern als in Deutschland, und in UK kannst Du eine englische Privatinsolvenz in 1 Jahr durchziehen. Nach einem Jahr bist dann Deine 60.000 Euro Schulden los, legal und in Dland anerkannt. Jobs findest Du über die Agentur für Arbeit, aber auch Jobbörsen wie toplanguagejobs.co.uk oder dem englischen Job Centre Plus. Nur Mut, der deutschen Gläubiger und Inkasso Mafia kann man mit der englischen Karte gut entkommen.
    Geändert von DeutschlandAG (11.09.2014 um 20:34 Uhr) Grund: UK Top

  5. #5
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    Zitat Zitat von Sternenbande Beitrag anzeigen
    Habe zwar Kontakt zu einer Schuldnerberatung aufgenommen, aber die meinten, solange ich noch einen Job habe kann man da nichts machen.
    Die Aussage leuchtet mir nicht ein.
    Es gehen doch nicht nur Arbeitslose zur Schuldenberatung.
    Der einzig mögliche Nachteil an einer kostenlosen Einrichtung, wie der Caritas beispielsweise, wäre eine längere Wartezeit. Umso wichtiger wäre es dann, dass man schnellstmöglich Kontakt aufnimmt und sich auf eine Liste setzen lässt. Sollte das später für dich nicht mehr von Belang oder Interesse sein, kannst du dich immer noch streichen lassen.
    Das wäre zumindest ein kurzfristig realisierbarer Vorschlag, denn ich kann nicht beurteilen, wie schnell es mit einem Umzug ins Ausland klappt, wenn es dir wirklich ernst damit ist.
    "Klatschmäuler sind die schlimmsten Gerüchtsvollzieher."

    Insolvenzverfahren eröffnet am 01.09.2014

  6. #6
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    Aus Erfahrung kann ich dir sagen dass nach 10 Jahren Auslandsaufenthalt sich die Schulden etwa verdoppeln, muss ich auch gerade feststellen.

    Ob das mit den Jobs in UK wirklich so einfach ist wenn man keine Ausbildung hat bin ich mir aber nicht so sicher. Ich habe geschäftlich viel mit GB zu tun und die stellen ganz schöne Anforderungen, vor allem an perfektes Englisch, ich mit meinem "perfekten" US-Englisch werde da gerne als "Prolet" bezeichnet, trotz B-C2 Certifikat

    Versuche doch mal mit dem Gläubiger eine Festschreibung und Vergleich zu erreichen.

  7. #7
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    Zitat Zitat von Sternenbande Beitrag anzeigen
    Ich habe nunmal keine Ausbildung und mehr als 6 Monate Berufserfahrung kann ich nicht vorweisen.
    Ideale Voraussetzungen für ein sonniges Leben in Spanien!
    Und Schulden machen kann man auch dort. Dazu brauchst Du das verdammte Deutschland erst gar nicht.

  8. #8
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    Möchtest Du uns sagen, was Du bisher beruflich gemacht hast?

  9. #9
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    Schaust Du hier:
    Zitat Zitat von Sternenbande Beitrag anzeigen
    Mein Studium habe ich zwar erfolgreich beendet, allerdings bin ich nicht in der Lage arbeiten zu gehen. Halbtags würde vielleicht gehen, aber das geht in meinem Beruf nicht.

  10. #10
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    Guten Morgen,
    ich kann nicht nachvollziehen (zumindest nicht nach den bislang vorgelegten Informationen), warum Sie eine Privatinsolvenz in Deutschland nicht machen können , was der Hinderungsgrund nach der Lesart der Schuldnerberatung sein soll.
    Zugangsvoraussetzung zum Verfahren ist lediglich die Überschuldung und nicht der Status (also ob arbeitslos, selbständig oder angestellt oder krank oder Rentner) und auch nicht die Höhe des Einkommens.
    Wenn Sie in Deutschland, nach einem erfolglosen außergerichtlichen EInigungsversuch, der unnötigerweise immer noch vorgeschrieben ist, den Antrag stellen und Ihren Lebensmittelpunkt zu diesem Zeitpunkt noch in Deutschland haben, ist auch dann, wenn Sie nach Antragstellung in ein anderes Land gehen das deutsche Insolvenzgericht auch international zuständig. Sie müssen halt dem deutschen Gericht "zur Verfügung" stehen, meist reicht das aber über Post oder E-Mail. Es kann aber sein, dass Sie zu einem Termin einmal nach Deutschland reisen müssen, wenn das Gericht das verfügen sollte.

    Eine Insolvenz in England dauert tatsächlich nur ein Jahr (Mit Vorlaufzeiten und bis zur endgültigen Entscheidung dann doch insgesamt zwei Jahre). Die Anerkennung in Deutschland ist aber nicht per se gegeben, wie das oben geschildert wurde. Es hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ein Gericht kann auch die Anerkennung der in England erteilten Restschuldbefreiung ablehnen. Das bedeutet die Restschuldbefreiung ist kein Automatismus.
    Auch das ist ein Spiel mit einigen unbekannten Größen.

    Wenn es irgendwie geht würde ich Ihnen eher raten hier in Deutschland das Insolvenzverfahren in Anspruch zu nehmen, und dann eben, wenn das Verfahren eröffnet worden ist, wenn Sie Ihren Insolvenzverwalter kennengelernt und die Kommunikationsregeln sich eingespielt haben, und wenn Sie es dann immer noch für nötig befinden (immerhin müssen Sie dann erst ab einem gewissen Einkommen Zahlungen in die Masse leisten) mit der Sicherheit in ein anderes Land zu gehen, alles in die Wege geleitet zu haben.

    Grüße
    CT

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