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Thema: Früher Selbstständig Ltd. heute Ärger mit Krankenkasse

  1. #1
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    Standard Früher Selbstständig Ltd. heute Ärger mit Krankenkasse

    Hallo, habe da ein Problem mit der Krankenkasse, muss aber etwas weiter ausholen.

    2008 habe ich mit einem Bekannten eine Ltd. gegründet. Es ging um die Zustellung von Werbung und Telefonbüchern von Haus zu Haus.Das mit der Ltd. war seine Idee und ich habe mich darauf eingelassen.

    Ich war eingetragen als Gesellschafter und der Bekannte als Geschäftsführer.

    Ich war die ganze Woche mit den Zustellern unterwegs, während sich mein Bekannter sich um das Büro und die Aufträge kümmerte. So dachte ich jedenfalls. Es kam so wie es meistens ist.

    Die Ltd. war im Sand gesetzt, und wir gingen getrennte Wege er machte seine Firma auf und ich meine eigene. Da das Büro in seinem Haus war, erteilte er mir Hausverbot und ich kam weder an die Fahrzeugpapier noch an sonstige Unterlagen.

    Im Dezember machte dann das Finanzamt mein Konto dicht und ich durfte mal eben rund 10 tsd. € aus meiner neuen Firma für die alte bezahlen.

    Nachdem immer weitere Zahlungen und Mahnungen für die alte nicht mehr existierende Firma aufkamen, hat die Krankenkasse für mich Insolvenz beantragt, Ich war damit total überfordert und habe meine neue Firma dann auch zugemacht und bin erst mal wieder normal arbeiten gegangen. Die Insolvenz war ohne Restschuldbefreiung und somit zahle ich noch immer für die alte Ltd.

    Nun hat mich die Krankenkasse angeschrieben und will 3 tsd. € für offene Beiträge der Ltd.

    Ich habe denen geschrieben das ich maximal 40,- € mtl. zahlen kann, da andere Ratenzahlungen noch laufen.

    Nun aber zu meiner Frage:

    Ist es denn richtig, dass ich alles alleine zahlen muss? Kommt mein ehemaliger Bekannter - der lt. Facebook gerade auf den Malediven ist so davon und muss nichts bezahlen?

    Ich verdiene 1250 € netto zzgl Spesen, zahle meine Miete, Strom, Telefon Auto und einiges an Ratenzahlungen. Ich komme mehr schlecht als recht den Monat über hin. Weiss bald echt nicht mehr weiter.

    Das Jobcenter verlangt Insolvenzgeld zurück, wass Sie an meine Angestellten bezahlt haben, dieses zahle ich auch mtl. ab, wobei meine Angestellten nie Insolvenzgeld bekommen haben.

  2. #2
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    Grundidee desjenigen, der sich das Konstrukt einer Limited ausdenkt, ist in der Regel, sich selbst möglichst aus allen Verpflichtungen rauszuhalten. Deinem ehemaligen Bekannten ist dies 'vorzüglich' gelungen.

    Jetzt weiß ich nicht, welche Ratenzahlungen außer der Krankenkasse Du in welcher Höhe am Hals hast.

    Wäre nicht eine (diesmal geordnete) Insolvenz die Lösung Deiner Probleme?

  3. #3
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    Zitat Zitat von anja39 Beitrag anzeigen
    Grundidee desjenigen, der sich das Konstrukt einer Limited ausdenkt, ist in der Regel, sich selbst möglichst aus allen Verpflichtungen rauszuhalten. Deinem ehemaligen Bekannten ist dies 'vorzüglich' gelungen

    Das gilt auch für eine GmbH oder UG - mein Gott eine LTD als solches ist doch überhaupt nichts anderes als eben eine andere Kapitalgesellschaft. Und hier stellt sich die viel interessantere Frage warum ein Gesellschafter in die Haftung genommen wird? Denn das ist weder bei der GmbH noch bei der LTD üblich - es haftet in der Regel der Geschäftsführer

  4. #4
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    Zitat Zitat von kneipenjaeger Beitrag anzeigen
    Hallo, habe da ein Problem mit der Krankenkasse, muss aber etwas weiter ausholen.

    2008 habe ich mit einem Bekannten eine Ltd. gegründet. Es ging um die Zustellung von Werbung und Telefonbüchern von Haus zu Haus.Das mit der Ltd. war seine Idee und ich habe mich darauf eingelassen.

    Ich war eingetragen als Gesellschafter und der Bekannte als Geschäftsführer.

    Im Dezember machte dann das Finanzamt mein Konto dicht und ich durfte mal eben rund 10 tsd. € aus meiner neuen Firma für die alte bezahlen.

    Nachdem immer weitere Zahlungen und Mahnungen für die alte nicht mehr existierende Firma aufkamen, hat die Krankenkasse für mich Insolvenz beantragt, Ich war damit total überfordert und habe meine neue Firma dann auch zugemacht und bin erst mal wieder normal arbeiten gegangen. Die Insolvenz war ohne Restschuldbefreiung und somit zahle ich noch immer für die alte Ltd.

    Nun hat mich die Krankenkasse angeschrieben und will 3 tsd. € für offene Beiträge der Ltd.
    Irgendwo liegt ein Fehler begraben, du haftest als Gesellschafter einer LTD nicht privat wenn diese liquidiert wurde (oder Insolvenz beantragt hat) die Haftung geht wenn überhaupt auf den Geschäftsführer über. Wenn deine Geschichte so stimmt spielen FA und KKs hier ein recht böses Spiel und du solltest dringend zu einem Anwalt gehen. Den nur weil FA, ARGE oder KKs Forderungen gegen dich stellen müssen diese nicht richtig sein.

    Du haftest als Gesellschafter nur wenn die Gesellschaft nie (in Deutschland) eingetragen wurde oder wenn du der Gesellschaft vorsätzlich Vermögen entzogen hast. Wurde die LTD ordnungsgemäss in das deutsche Handelsregister eingetragen ist die Haftung auf des Gesellschaftsvermögen und evtl. auf den Geschäftsführer beschränkt.

    Hier wird das z.B. ganz gut dargestellt

    http://www.steuerkanzlei.co.uk/limited-haftungsfragen/

    Die Haftung eines Gesellschafters ist bei einer LTD ähnlich unwahrscheinlich wie bei einer GmbH, da müssen dir vor kriminelle Machenschaften nachgewiesen worden sein.

  5. #5
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    Also, die Ltd. wurde im deutschen Handelsregister eingetragen
    Leider habe ich keinerlei Unterlagen mehr von der Ltd. Habe aber gesehen, dass man die im Internet kaufen kann.

    Hier mal ein Link zu der alten Ltd.

    https://www.companysearchesmadesimpl.../uk/913020421/

    Die restlichen Schulden, die ich habe sind überschaubar und dafür lohnt sich meiner Meinung nach keine Insolvenz
    Geändert von kneipenjaeger (18.06.2017 um 22:56 Uhr)

  6. #6
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    s. Unternehmensregister, das kostet nichts. Wenn die Suche kein Ergebnis bringt, links "Auch gelöschte Firmen finden" anklicken.

  7. #7
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    Zitat Zitat von jodel Beitrag anzeigen
    s. Unternehmensregister, das kostet nichts. Wenn die Suche kein Ergebnis bringt, links "Auch gelöschte Firmen finden" anklicken.
    Da lässt sich zu der LTD nichts finden, evtl. wurde die LTD nie ins deutsche Handelsregister eingetragen, dann wundert es nicht wenn die Gesellschafter auch haften sollten.

  8. #8
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    Habe gerade mit dem Amtsgericht Kleve telefoniert und die haben definitiv keinen Eintrag der Ltd. gefunden, demnach war sie wohl nicht in Deutschland eingetragen.

    Also verstehe ich das richtig das ich alleine auf allen Kosten sitzen bleibe und die KK auch wieder alleine bezahlen kann, während der ehem. Geschäftsführer nicht einmal für die Kosten herangezogen werden kann?

  9. #9
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    Zitat Zitat von kneipenjaeger Beitrag anzeigen
    Habe gerade mit dem Amtsgericht Kleve telefoniert und die haben definitiv keinen Eintrag der Ltd. gefunden, demnach war sie wohl nicht in Deutschland eingetragen.

    Also verstehe ich das richtig das ich alleine auf allen Kosten sitzen bleibe und die KK auch wieder alleine bezahlen kann, während der ehem. Geschäftsführer nicht einmal für die Kosten herangezogen werden kann?
    Du warst der einzige Gesellschafter? Oder war dein Partner auch Gesellschafter? Als Gesellschafter bist du eben Inhaber und daher wohl die Ansprüche. Da die Gesellschaft nicht in D eingetragen war, gab es sie hier auch gar nicht, du hast also entweder als Einzelfirma oder als GbR die Geschäfte in D abgewickelt - hier wäre zu klären ob der GF nicht automatisch Teil einer GbR war und somit mit haftet.

    Du hast aber Ansprüche gegen denn Geschäftsführer da dieser es versäumt hat das Unternehmen in D beim Handelsregister einzutragen.

    Lass dich von einem Anwalt beraten, das ist zu kompliziert um es in einen solchen Forum mit ausgeprägten Halbwissen zu klären.

  10. #10
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    Wie gesagt in England bzw. bei der Eröffnung der Ltd. War ich als Gesellschafter eingetragen und der "Partner" war als Geschäftsführer eingetragen. Ist halt alles schon einige Jahre zurück, daher habe ich nicht mehr all die Erinnerungen. Wir hatten beide eine Gewerbeanmeldung beantragt für die Firma.

    Leider existieren keine Unterlagen von der Fa, da das Büro in seinem Haus war und er mir Hausverbot erteilt hatte, nachdem wir uns getrennt hatten.

    Was für ein Anwalt ist dafür zuständig? Welches Fachgebiet?

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