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Thema: Insolvenz in England

  1. #1
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    Standard Insolvenz in England

    Wer hat Erfahrungen über die Inso in England/Irland. Klappt dies nach ca. 1 Jahr??
    Danke für die Antworten..

  2. #2
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    Sehe ich das richtig, hedgelife, dass Du in Deinem Heimatland es nicht geschafft hast, innerhalb eines Jahres überhaupt einen Antrag zu stellen auf Regelinsolvenz, aber jetzt willst Du ruckzuck auf die Insel, um dort erfolgreicher zu sein?

  3. #3
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    Zitat Zitat von hedgelife Beitrag anzeigen
    Wer hat Erfahrungen über die Inso in England/Irland. Klappt dies nach ca. 1 Jahr??
    Danke für die Antworten..
    Es dauert länger als ein Jahr, eher zwei Jahre und du brauchst entweder ein kleines Vermögen, oder ein Einkommen das dir das Leben dort ermöglicht. Zusätzlich fallen (wahrscheinlich) noch Reisekosten an. Nur wer wirklich schnell seine Restschuldbefreiung erreichen muss UND über die nötigen Mittel verfügt sollte das in Betracht ziehen.

    Hier wird immer darüber geunkt, aber das ist ein genauso gangbarer Weg wie eine Limited als Firma zu gründen, hat alles seine Vor- und Nachteile, und warum sollte "der kleine" Mann nicht auch seine Vorteile, aus den Möglichkeiten die uns Europa bietet, ziehen.?

  4. #4
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    war da nicht noch was mit dem Brexit ?

    Also JETZT würde ich unabhängig von früheren Bedenken sicher keine England-Insolvenz mehr anstreben

  5. #5
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    Zitat Zitat von camilla Beitrag anzeigen
    war da nicht noch was mit dem Brexit ?

    Also JETZT würde ich unabhängig von früheren Bedenken sicher keine England-Insolvenz mehr anstreben

    Seit wann hat Irland was mit dem Brexit zu tun? Zudem wird es bis zur endgültigen Regelung des Brexits deutlich länger dauern als die max. zwei Jahre die man für eine England Insolvenz benötigt..

    Wenn man bedenkt das auch Chapter 11 Verfahren der USA in Deutschland anerkannt werden (BGH X ZR 79/06), wird man bei einem Brexit wohl ähnliche Regelungen treffen.

  6. #6
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    der Hinweis auf den Brexit bezog sich logischerweise auf die Frage nach der Insolvenz in England.
    Muss man das echt dazuschreiben?

    Und ob man da wirklich noch schnell vorher mit der Inso fertig wird bzw. das wirklich schnell undproblemlos nachher anerkannt wird steht in den Sternen. Das weiss keiner.
    Und das Risiko sollte schlicht bedenken

  7. #7
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    Zitat Zitat von camilla Beitrag anzeigen
    der Hinweis auf den Brexit bezog sich logischerweise auf die Frage nach der Insolvenz in England.
    Muss man das echt dazuschreiben?

    Und ob man da wirklich noch schnell vorher mit der Inso fertig wird bzw. das wirklich schnell undproblemlos nachher anerkannt wird steht in den Sternen. Das weiss keiner.
    Und das Risiko sollte schlicht bedenken
    Meine Antwort bezog sich auf die Frage England/Irland - und Irland tritt erst mal nicht aus.

    Ansonsten, wenn im Zuge des Brexits nichts neues verhandelt wird, bleibt die aktuelle Rechtslage, d.h. erst wenn die grenzübergreifende Insolvenz neu geregelt wurde (kann auch darauf hinauslaufen das die UK Insolvenz in der EU nicht mehr anerkannt wird) greift das dann neue Gesetz. Wie wahrscheinlich das angeischts der zig tausenden Limiteds die in der EU tätig sind ist mag jeder für sich entscheiden - das man aber das amerikanische Chapter 11 in der EU anwenden kann gibt zumindest mal einen Hinweis in welche Richtung sich das möglicherweise entwickelt.


    Ich denke du solltest dich mit dem Brexit und seinen möglichen Folgen mal auseinandersetzen - denn was da innerhalb von 24 Monaten geregelt werden soll, kann unmöglich in der Zeit im Sinne der Parteien geregelt werden, somit wird einiges einfach so weiterlaufen. Heute gilt z.B. die UK Insolvenz auch in der Schweiz.

  8. #8
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    Zitat Zitat von camilla Beitrag anzeigen
    war da nicht noch was mit dem Brexit ?

    Also JETZT würde ich unabhängig von früheren Bedenken sicher keine England-Insolvenz mehr anstreben
    Insolvenz in England hat mit dem "Brexit" nichts zu tun.
    Eine ausländische Insolvenz ist in D grundsätzlich, wenn bestimmte Voraussetzungen beachtet werden, anzuerkennen, nicht nur die englische Insolvenz.

  9. #9
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    Der entscheidende Unterschied ist, dass bis zum Brexit allein aufgrund der EU-Richtlinien die englische Eröffnung des Insolvenzverfahrens einschließlich Restschuldbefreiung ohne wenn und aber gilt. Ab dem Brexit kann jedes deutsche Gericht erstmal prüfen, ob denn nach seiner Auffassung denn tatsächlich das englische Gericht für das Insolvenzverfahren zuständig war und die Restschuldbefreiung anzuerkennen ist. Das ist schon eine erhebliche Rechtsunsicherheit.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Vogel Beitrag anzeigen
    Der entscheidende Unterschied ist, dass bis zum Brexit allein aufgrund der EU-Richtlinien die englische Eröffnung des Insolvenzverfahrens einschließlich Restschuldbefreiung ohne wenn und aber gilt. Ab dem Brexit kann jedes deutsche Gericht erstmal prüfen, ob denn nach seiner Auffassung denn tatsächlich das englische Gericht für das Insolvenzverfahren zuständig war und die Restschuldbefreiung anzuerkennen ist. Das ist schon eine erhebliche Rechtsunsicherheit.
    Das ist so falsch, auch nach dem Brexit gilt aktuelles Recht, erst wenn die entprechenden Regelungen neu verhandelt wurden gilt ein neues (evtl. anderes Recht).

    Auch heute kann jedes deutsche Gericht prüfen ob ein englisches Gericht überhaupt zuständig war - das ist ja (wenn überhaupt) das gefährliche an einer Auslandsinsolvenz - den nur wenn das deutsche Gericht zu der Überzeugung gelangt das das ausländische Gericht zuständig war gilt die Restschuldbefreiung. Die Zuständigkeit ergibt sich aus dem Lebensmittelpunkt - und genau dieser wird auch heute bei Auslandsinsolvenzen genau geprüft und von Gerichten und Gläubigern immer wieder in Frage gestellt.

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