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Thema: Was tun gegen titulierte Forderung ?

  1. #1
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    Standard Was tun gegen titulierte Forderung ?

    Mahlzeit miteinander,

    nach längerer Zeit muß ich mal wieder eine eigene, aktive Frage stellen: Nach "erfolgreich" absolvierter Insolvenz (endete Mitte 2016)
    habe ich noch ein unangenehmes Thema am Hintern, das ich nicht los werde.

    Mit Beginn meiner Insolvenz im Jahr 2010 habe ich alle damaligen Verträge gekündigt, so auch die Mitgliedschaft in meiner PKV, da die
    Beiträge auch nicht mehr zu stemmen waren. Ich mußte dann - wie viele ehemaligen Selbstständige - HartzIV beantragen (nach extrem
    langen und aufreibenden Kampf !) und war fortan auch wieder gesetzlich versichert. Das wiederum interessierte meine PKV (20 Jahre Mitglied)
    herzlich wenig und obwohl eine Doppelversicherung in D nicht möglich sein sollte, war ich es plötzlich.

    Meine PKV - Kündigung wurde nicht anerkannt (damals mit Beistand / Zeuge in den Briefkasten eingeworfen) und man tat so , als hätte man
    die Kündigung nicht erhalten. Zwei Monatsbeträge wurden gefordert zzgl. Gerichtskosten usw. belief sich die Forderung auf ca. 1.200,- €.
    Vor Gericht hatte ich keine Chance - hatte ein Ratenzahlungsangebot unterbreitet (trotz Hartz IV !) das erst angenommen wurde und 2
    Wochen später widerrufen wurde.

    Durch die sensationelle Verzinsungspraktik steht diese Forderung nun mittlerweile bei 4.900,- € und ich habe gestern nach drei Jahren wieder mal
    eine Zahlungsaufforderung mit Androhung der Zwangsvollstreckung bekommen. Es gibt bei mir nach wie vor nix zu holen, da teilzeitbeschäftigt und Aufstocker.

    Wie gehe ich am besten vor ?

    Danke und Gruß

    giorgino

  2. #2
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    Hast du nix schriftliches erhalten zur Kündigung, also so eine Bestätigung dazu? wenn nicht, das noch anfordern, stellen die sich blöd, gleich beim GF persönlich

  3. #3
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    Auf die Kündigung kommt es nicht an, weil - wie der TE schreibt - sich ein Gerichtsverfahren angeschlossen hat, welches verloren wurde. Ein Titel dürfte damit unstreitig vorliegen.
    Damit kommt man mit Einwendungen gegen die bereits titulierte Forderung natürlich schlecht weiter.

    Da die Forderung infolge ihrer Art vermutlich nicht am Insolvenzverfahren teilgenommen ist und damit nicht von der Restschuldbefreiung betroffen ist, bleibt nur der normale Weg:

    Sofern nicht bereits beigefügt, eine aktuelle Forderungsaufstellung anfordern und diese hier vielleicht mal (natürlich anonymisiert) einstellen, damit die Zinsexperten mal draufschauen können, was eventuell verjährt sein könnte.

  4. #4
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    Wenn die Forderung tituliert ist, kannst du gegen die Hauptforderung nichts machen.
    Auf keinen Fall steigt eine Forderung in 7 Jahren durch Zinsen von 1.200 auf 4.900 Euro, gegen solche Zinsen kannst du was machen. Du könntest die Forderungsaufstellung prüfen lassen und dann einen Ratenzahlungsvergleich unterbreiten (20,00 € - Festschreibung auf die Hauptforderung)
    Viele Grüße

  5. #5
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    Danke für die bisher eingegangenen Info's. Ja die HF ist tituliert und ließe sich erst bei entsprechender Begleichung erledigen - schon klar !
    Ich habe die Hoffnung, dass vielleicht ein ähnlich Leidtragender erfolgreich mit bestimmten Argumenten und bestimmter Vorgehensweise
    vielleicht noch Tipps hat.

    Vor allem will ich diese nervende und schädliche Vermögensauskunft vermeiden, da diese beim Wohnungswechsel (etc.) ja doch schon sehr einschränkend ist.

    Vielleicht schreibe ich den Vorstand der PKV nochmals an, weise auf die seinerzeit getätigte Ratenzahlungseinigung hin (die dann doch widerrufen wurde) und
    schlage eine nochmalige ratenweise Abzahlung von Teilen der HF vor. Vielleicht ist der Vorstand ein anderer als seinerzeit - auf alle Fälle muß ich über die herkömmliche
    Mahnabteilung hinaus jemanden erreichen.

    Gibt es zudem noch Möglichkeiten die nervige Prozedur durch einen sicherlich wieder bevorstehenden GV - Besuch zu verhindern ?

    Werde dem Gläubiger mitteilen, dass ich mittlerweile über 50 bin, 3 unterhaltsberechtigte Personen habe und seit Jahren aufstockend im Leistungsbezug bin...

    Sollten sie nicht einwilligen , habe ich dann vor mitzuteilen, dass sie sich ihren Titel auch die nächsten 25 Jahre in die Haare schmieren können, da pfändbare Erlöse
    nicht mehr zu erwarten sind...


    Macht eine Vollstreckungsabwehrklage ggf. Sinn ?
    Geändert von giorgino (10.07.2017 um 12:25 Uhr) Grund: Ergänzung

  6. #6
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    auf die Verjährung wollte ich doch hinaus, aber nun hast du es eben doppelt, hält bekanntlich besser

  7. #7
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    Zitat Zitat von giorgino Beitrag anzeigen
    Gibt es zudem noch Möglichkeiten die nervige Prozedur durch einen sicherlich wieder bevorstehenden GV - Besuch zu verhindern ?
    Ob der GV beauftragt wird oder nicht, entscheidet allein der Gläubiger. Also hilft nur eine Vereinbarung mit ihm.

    Zitat Zitat von giorgino Beitrag anzeigen
    Macht eine Vollstreckungsabwehrklage ggf. Sinn ?
    Dazu müsstest Du aber berechtigte Einwendungen gegen die titulierte Forderung nachweisen können, z.B. dass die Forderung von der RSB erfasst ist. Das scheint aber gerade nicht der Fall zu sein. Ich habe es so verstanden, dass die Beiträge einen Zeitraum nach Insolvenzeröffnung betreffen.

  8. #8
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    @Giorgio: Ja, das klingt nach einem Plan. Vollstreckungsabwehrklage macht in meinen Augen keinen Sinn, aus den bereits geschilderten Gründen.
    Kontaktaufnahme zum Gläubiger ist hilfreich, insbesondere ist eine ordentliche Forderungsaufstellung wichtig, zur Klärung der Zinsproblematik.

    @Glück: Wenn Du auf die Verjährung hinaus möchtest, stelle ich anheim, dies auch so zu schreiben. Ist ja auch grundsätzlich richtig. Das Kündigungsschreiben hat damit nichts, aber absolut gar nichts zu tun. Es kommt auf die titulierte Forderung und die ebenfalls titulierten Zinsen an.

  9. #9
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    hab ja auch noch einen, den zahle aber erst wenn das Geld zusammen hab, weil der ruht gut, seid 4 Jahren, denke dass das so in Ordnung ist., aber nächsten Monat zahle eine andere Sache noch fertig. 100,00 Tacken, gut is, das sind dann nur noch 2 Gläubiger bei mir, die Moneten bekommen.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Nono Beitrag anzeigen
    Wenn die Forderung tituliert ist, kannst du gegen die Hauptforderung nichts machen.
    Auf keinen Fall steigt eine Forderung in 7 Jahren durch Zinsen von 1.200 auf 4.900 Euro, gegen solche Zinsen kannst du was machen. Du könntest die Forderungsaufstellung prüfen lassen und dann einen Ratenzahlungsvergleich unterbreiten (20,00 € - Festschreibung auf die Hauptforderung)
    Viele Grüße

    Zinsen sind in Sachen Krankenkassen etwas anderes, da diese gesetzlich geregelt sind. Sie liegen zur Zeit bei 1% im Monat (also 12% pro Jahr), das wurde aber erst 2013 (oder so geändert), davor lagen Verzugszinsen bei Krankenkassen bei 5% pro Monat oder eben 60% im Jahr - wie gesagt gesetzlich geregelt.

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