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Thema: Menschen mit Verbindlichkeiten

  1. #21
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    Wieso soll die Schule sowas lehren? Für Erziehung sind in der Hauptsache immer noch die Eltern verantwortlich. Und wer den finanzierten Daimler in der Einfahrt des auf Pump gebauten 200 qm-Hauses und in jedem Raum einen 150 cm Flatscreen an der Wand hat (natürlich auch finanziert, Media Markt macht es schließlich möglich), der lebt es seinen Kindern doch vor. (Ja, die Darstellung ist total überzogen, das ist mir bewusst, lässt sich aber auch problemlos im Kleinen anwenden). Was soll die Schule da noch richten?

    Als ich vor Jahren meinen neuen Laptop bar bezahlen wollte, haben die mich im Geschäft angeschaut wie einen Außerirdischen. Das ist doch krank.

  2. #22
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    Zitat Zitat von spassinnebacken Beitrag anzeigen
    Diesbezüglich sind wir absolut einer Meinung, zu den anderen Gesichtspunkten kann man - so denke ich - auch problemlos unterschiedliche Auffassungen haben und diese diskutieren.
    genau das gibt ja den Diskussionen eine gewisse "Würze"

    Zitat Zitat von spassinnebacken Beitrag anzeigen
    Nicht nur der verantwortungsvolle Umgang mit Geld, sondern auch der verantwortungsvolle Umgang mit dem Verleihen von Geld halte ich für unabdingbar. Es ist viel zu oft viel zu leicht, selbst Kleinbeträge zu finanzieren, da das Leben "auf Pump" einfach zu einfach geworden ist.
    Und genau das ist nicht gewollt, man stelle sich vor niemand finanziert mehr seinen dritten 60" Fernseher... Den Elektronik Märkten stünden vor schwere Zeiten bevor...

    Wogegen ich mich jedoch wehre, ist schlicht und ergreifend: wenn ich mir professionelle Hilfe suche und dort auf deren professionellen Rat angewiesen bin, dann ist es obsolet dort deratiger Bewertung und Moralisierung ausgesetzt zu sein.

  3. #23
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    Zitat Zitat von FinLaure Beitrag anzeigen
    Wieso soll die Schule sowas lehren?
    Weil es sonst niemand tut.

    Die optimale Frage wäre doch eher, wie sollte die Schule sowas richten?

  4. #24
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    Seh ich komplett anders. Die Schule ist doch nicht der Puffer, der die Versäumnisse der Eltern ausbessert. Wenn Eltern zu blöd sind, ihre Kinder vernünftig zu erziehen, kann die Schule doch nicht viel mehr als Schadensbegrenzung leisten.

  5. #25
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    Zitat Zitat von FinLaure Beitrag anzeigen
    Seh ich komplett anders. Die Schule ist doch nicht der Puffer, der die Versäumnisse der Eltern ausbessert. Wenn Eltern zu blöd sind, ihre Kinder vernünftig zu erziehen, kann die Schule doch nicht viel mehr als Schadensbegrenzung leisten.
    Wer kann es denn sonst - wenn die Eltern "zu blöd" sind? (oder es einfach nicht gelernt haben)

  6. #26
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    Zitat Zitat von FinLaure Beitrag anzeigen
    Seh ich komplett anders. Die Schule ist doch nicht der Puffer, der die Versäumnisse der Eltern ausbessert. Wenn Eltern zu blöd sind, ihre Kinder vernünftig zu erziehen, kann die Schule doch nicht viel mehr als Schadensbegrenzung leisten.
    Nein, aber die Schule hat einen Bildungsauftrag, der nicht nur darin besteht, dass die Kinder rechnen und schreiben lernen, sondern sie auch darin befähigen sollte, "lebensfähig" zu werden. So jedenfalls verstehe ich einen Bildungsauftrag. Klar muss die Erziehungsarbeit diesbezüglich hauptsächlich von den Eltern kommen, was aber spricht denn dagegen, Kindern durch Planspiele oder entsprechende Aufgaben mal das wirkliche Leben nahe zu bringen?

  7. #27
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    Zitat Zitat von spassinnebacken Beitrag anzeigen
    Nein, aber die Schule hat einen Bildungsauftrag, der nicht nur darin besteht, dass die Kinder rechnen und schreiben lernen, sondern sie auch darin befähigen sollte, "lebensfähig" zu werden. So jedenfalls verstehe ich einen Bildungsauftrag. Klar muss die Erziehungsarbeit diesbezüglich hauptsächlich von den Eltern kommen, was aber spricht denn dagegen, Kindern durch Planspiele oder entsprechende Aufgaben mal das wirkliche Leben nahe zu bringen?
    Auch nach meinem Dafürhalten schließt Lebensfähigkeit den Umgang mit Geld ein. Es ist ja mithin Zahlungsmittel des täglichen Lebens. Der einzige Umgang mit Geld, welchen ich in der Schule (nicht Hochschule) gelernt habe: ein Börsenspiel in Wirtschaftskunde - unterstützt von einer Großbank. In meinen Elternhaus habe ich durchaus den Umgang mit Geld gelernt (auch abseits von Monopoly und Hotel) allerdings war während meiner Adoleszenz das Thema der Kleinkredite einfach noch nicht in dem Umfang gegeben.

    Und zugegebenermaßen spielen Kleinstkredite (bis 10K €) und finanzierte Fernseher bei meiner Überschuldungssituation auch keine Rolle. Wobei meine Situation sicherlich nicht wirklich exemplarisch ist. Aber es geht ja hier auch um eine generelle Frage... Nämlich ob Eltern ihren Kindern den Umgang mit finanziellen Ressourcen beibringen sollten. - Klar, dass sollten sie genau wie die Schule auch. Sofern sie (die Eltern) es denn können.

  8. #28
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    Wenn sie es nicht können, sollten sie sich vorher überlegen, ob sie überhaupt Kinder in die Welt setzen sollten. Das schließt den Kreis zur Verantwortung. Man kann halt nicht immer nur machen und hinterher nach anderen schreien, die den Mist wieder wegräumen. Verantwortung tragen und sich dieser Verantwortung bewusst sein. Das ist halt auch eine Lektion, die der eine oder andere bitter lernen muss.

  9. #29
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    Zitat Zitat von FinLaure Beitrag anzeigen
    Wenn sie es nicht können, sollten sie sich vorher überlegen, ob sie überhaupt Kinder in die Welt setzen sollten.
    Nur damit ich Sie richtig verstehe: Sie wollten damit sicherlich nicht sagen, dass Menschen mit einem niedrigen Bildungsstand oder gar Minderbegabte keine Kinder haben sollten - wenn diese ihren Kindern den Umgang mit Geld nicht beibringen können - oder?

  10. #30
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    Nein, ich sage, dass Menschen, die nicht die Verantwortung für ihre Kinder übernehmen wollen, sich vorher überlegen sollten, welche in die Welt zu setzen, bevor sie danach plärren, dass ja eigentlich andere für die Erziehung verantwortlich sind.

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