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Thema: Zukunft: Realschulabschluss nachholen, arbeiten gehen oder Ausbildung finden?

  1. #1
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    Standard Zukunft: Realschulabschluss nachholen, arbeiten gehen oder Ausbildung finden?

    Nachdem vor etwa 14 Tagen das Insolvenzverfahren eröffnet wurde, mache ich mir umso mehr Gedanken über mein Leben und meine Zukunft. Seit ein paar Jahren aber denke ich über einen höheren Schulabschluss nach, den ich nachholen werde. Jedoch ist es mit über 30 Jahren ja so, dass ich da kein Anspruch mehr auf öffentlliche Fördergelder habe, die ich später zurück zahlen könnte. Wie sieht das aus, wenn ich nun den Realschulabschluss nachholen will ? Oder ist das nun nicht mehr möglich, weil das Gericht schreibt, dass ich keine Arbeit ablehnen darf, bzw. mich beim Jobcenter oder Agentur für Arbeit regelmäßig melden soll und auch mit denen im Kontakt bleiben soll, solange ich ALG2 beziehe.
    Im Juni war ich bei der AfA wegen Termin zur Beratung, was für Alternativen ich noch hätte, da ich keine abgeschl. Ausbildung habe. Vor 12 Jahren habe ich die Erstausbildung abgebrochen, weil ich private Probleme aus dem Elternhaus hatte und jetzt noch an den damaligen Problemen leide - Depressionen - aber nicht allzu schlimm. Bin bereits zu einem Facharzt und weitere Termine stehen da auch schon fest. Mir wurde ein Fragebogen in die Hand gedrückt und was vom ambulanten psychologischen Pflegedienst erzählt, der mich wohl in regelmäßigen Abständen Zuhause aufsuchen wird um mit mir gemeinsam meine Lage wieder aufzupeppeln. Denn nach 8 Jahren Bewerbungen schreiben habe ich es nicht hinbekommen eine Ausbildung zu finden. Immer wieder hatte ich psychische Probleme bekommen und von aussen Druck bekommen - wo ich aber zu gewissen Personen den Kontakt abgebrochen habe, damit es mir besser geht.

    Ich fange ab Mitte September als Erntehelferin an. Diese Tätigkeit wird nur 2 Monate dauern, dann darf ich mich wieder beim JC melden. Ganz toll - bin echt "begeistert". Ich weiß selbst, dass ich nur für mich selbst verantwortlich bin und dass ich früher so einiges selbst verbockt habe, da gabs genug Leute, die mir Jahrelang Vorwürfe und mich kaputt gemacht haben - brauch ich jetzt nicht mehr.

    Wichtig ist für mich, dass ich nach vorne schaue und es besser mache.

  2. #2
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    Hallo Eiswaffel,

    eine echte Frage hast Du ja nicht gestellt; und deshalb erlaube mir eine solche:

    Sind denn diese (berechtigten) Gedanken bezüglich Deiner beruflichen Zukunft im Vorgespräch zur Insolvenzbeantragung nicht oder nur zum Teil angesprochen worden?

    Die Insolvenz - so einschneidend wie sie auch sein mag - ebnet vielleicht den Weg in eine bessere finanzielle Zukunft.
    Aber dieses nur, wenn Begleitumstände wie beruflicher Werdegang auch dazu passen.

  3. #3
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    Zitat Zitat von anja39 Beitrag anzeigen
    Hallo Eiswaffel,

    eine echte Frage hast Du ja nicht gestellt; und deshalb erlaube mir eine solche:

    Sind denn diese (berechtigten) Gedanken bezüglich Deiner beruflichen Zukunft im Vorgespräch zur Insolvenzbeantragung nicht oder nur zum Teil angesprochen worden?

    Die Insolvenz - so einschneidend wie sie auch sein mag - ebnet vielleicht den Weg in eine bessere finanzielle Zukunft.
    Aber dieses nur, wenn Begleitumstände wie beruflicher Werdegang auch dazu passen.
    Anja, dann liegt das wohl an deiner Auffassung meines Textes.


    Ich habe in der Schuldnerberatung vor dem Inso-Antrag natürlich meine jetzige Lage geschildert und trotzdem wurde mir zur Insolvenz geraten. Okay, demnach kann ich mir eine vernünftige solide Ausbildung abschminken. Wenn die Inso gelaufen ist, bin ich 40 und brauch mich nirgendwo mehr bewerben. Juchu, geil. Hartz4 forever. ^^

  4. #4
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    Geändert von rike3 (06.08.2017 um 12:01 Uhr)

  5. #5
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    Danke. Aber dieses: "Naja" lass ich mal. Es wäre doch schlimmer, wenn ich nicht so denken würde und dann unvernünftigerweise meine, weiterhin nur Arbeitslosengeld zu kassieren, findet du nicht?!?! Da gehe ich lieber arbeiten und mache intern in den Firmen bei Weiterbildungen mit und am Ende erziele ich einen Abschluss.

  6. #6
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    Ich will auf keinen Fall bei Hartz4 und Arbeitslos bleiben!!!! Ich will was richtig vernünftiges aus meinem Leben machen!!! Und so eine Insolvenz darf einem beruflich auch nicht hindern.

  7. #7
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    Ich finde es gut das du deinen Leben eine andere Richtung geben willst. Nur musst du daran denken das du mit jungen Schulabgängern konkurrieren musst. Das ist schwer, aber nicht unmöglich. Wie soll denn eine Inso dich beruflich hindern ?
    Meinst du das ein Betrieb sich mehr freut wenn dauert der GV aufschlägt oder immer neue Pfändungen eintrudeln und bearbeitet werden müssen ?
    Sorry, das kann ich nicht verstehen. Aber jeden das seine.
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  8. #8
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    Na, das Problem dürften die Erwerbsobliegenheiten sein.
    Es mutet halt ein wenig seltsam an, genau dann eine Ausbildung machen zu wollen, wenn einem eh nicht mehr als der Pfändungsfreibetrag bleibt.

    Wie sieht denn so das Gehaltsgefüge der letzten Jahre aus? Wären da Beträge pfändbar gewesen?

  9. #9
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    Du widersprichst dich selbst wenn du auf der einen Seite über den Realschulabschluss schreibst und dann intern bei Firmen eine Weiterbildung lieber mitmachen willst, denn die Firmen musst du ja erst einmal finden die dich als ungelernte nehmen und dich weiterbilden

    Im übrigen sollte man hier nicht vergessen, dass wenn sie Alg 2 bezieht an der Eingliederung mitwirken muss. D.h. nach meinem Verständnis, dass wenn das JC sie in eine Qualifizierungsmaßnahme schickt sie auch dort hingehen muss, weil sie ansonsten sanktioniert wird.Demnach müsste sie dem nachgehen egal was der Insoverwalter oder die Gläubiger dazu sagen , weil sonst ihr Existenzminimum gekürzt wird.Das ist meine Meinung

  10. #10
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    nahm mir das Recht lernen zu können, ja auch Glück hat was erreicht, eine von den besten seinerzeit einer Fernschule....kann ich alles vorlegen, zwar hab ich nen Realer, aber eher schlecht,aber der ist von 1978, kann man vergessen heutzutage.

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