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Thema: Regelinsolvenz - habe noch einige Fragen - Bitte um Hilfe

  1. #21
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    Zitat Zitat von Struwwelpeter Beitrag anzeigen
    Was meinst Du mit "nicht einfach ausbuchen" ? Sorry - bin kein Kaufmann ;-))
    Die werden nicht verzichten.
    Zitat Zitat von Struwwelpeter Beitrag anzeigen
    Informiert der Insolvenzverwalter nicht auch das Finanzamt, wenn ich einen Antrag auf Insolvenz beim Gericht stelle?
    Das FA ist ja auch ein Gläubiger ...
    Ja klar, die werden wie jeder andere auch herzlich eingeladen ihre Forderung anzumelden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie das auch tun. Die Frage ist nur wie sie das dann tun. Normal, komplett gem. § 302 InsO oder zum Teil.

    Zitat Zitat von Struwwelpeter Beitrag anzeigen
    Das letzte, mir vorliegende, Schreiben von dem Schmerzensgeld-Gläubiger kam 2007 - ein Pfändungs- und Überweisungsbeschluss den sein Anwalt wohl erwirkt hat (obwohl ich der Meinung bin, daß er später noch versucht hat, seine Forderung durch den Gerichtsvollzieher beitreiben zu lassen).
    Ich habe leider nicht mehr alle Unterlagen :-((
    Tjo, dieser wird, wenn er oben genannte "Anmeldungseinladung" erhält mit hoher Sicherheit seine Forderung entsprechend als § 302 InsO anmelden. Das sollte sich dann jemand ganz genau ansehen was die Gesamtforderung betrifft.
    Geändert von Caffery (30.08.2017 um 20:52 Uhr)

  2. #22
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    Mann oh Mann!

    Vielen, vielen Dank für die Zeit, die Du hier für mich opferst!

    Ich bin jetzt deutlich schlauer bzgl. des InsO-Verfahrens.

    Allerdings blicke ich jetzt nicht mehr ganz so heiter in die Zukunft ...

  3. #23
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    Ist deine Verurteilung wegen Steuerhinterziehung evtl. schon im Bundeszentralregister gelöscht worden? Bei einer Verurteilung in 2001 ist ja selbst die Maximalfrist von 15 Jahren schon um. Dann darf diese "im Rechtsverkehr nicht mehr zu deinem Nachteil angewandt werden", § 51 BZRG. Dann sollte es auch mit der Restschuldbefreiung für diese Forderungen klappen.
    Geändert von Vogel (31.08.2017 um 13:34 Uhr)

  4. #24
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    Zitat Zitat von Vogel Beitrag anzeigen
    ~schnipp
    Danke für Deinen Post!

    Interessanter Gesichtspunkt!
    Mit dem sogenannten "Verwertungsverbot" hast Du natürlich recht! Da habe ich noch gar nicht drüber nachgedacht!

    Im §302 steht allerdings nichts von einer "Ablauffrist"!

    Es würde sich ja lohnen, wenn ich mal in der Richtung recherchiere.
    Das wäre natürlich der Hammer, wenn es so wäre!
    Geändert von Struwwelpeter (31.08.2017 um 19:45 Uhr)

  5. #25
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    Welches Insolvenzgericht wäre zuständig? Welches Netto-einkommen erwartest Du aus der Berufstätigkeit?

  6. #26
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    Zitat Zitat von imker Beitrag anzeigen
    Welches Insolvenzgericht wäre zuständig? Welches Netto-einkommen erwartest Du aus der Berufstätigkeit?
    Meinst Du den Standort?
    Das wäre Aachen!

    Das Netto-Einkommen wird unter 1000 € liegen (ich habe Gründe, zum Mindestlohn zu arbeiten).

  7. #27
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    Hallo Struwelpeter,

    ich bin hier neu..nicht selbstständig..habe aber immer gearbeitet, seit 17 Jahren einen festen Job.
    Durch viele miese Umstände echt extrem (für meine Verhältnisse) verschuldet.
    Meine Inso läuft seit Ende 2015..seit 2017 bin ich in der Wohlverhaltensphase (was für ein Glück).
    Ich kann dir nur raten, dich an eine seriöse Schuldnerberatung zu wenden am besten eine die "ehrenamtlich" arbeitet. Ansonsten kommen noch mehr Kosten auf dich zu.
    Sinnvoll ist auch eine Rechtsauskunft bei einem Insoanwalt (zahlt meist sogar die Rechtschutzversicherung).
    Weil man einfach nicht alleine durch den Gesetzeswust durchblickt (mach ich heute noch nicht mit allen Dingen der Inso, deswegen bin ich hier).
    Bis ich meine Inso angemeldet habe sind 5 Jahre vergangen (wegen Unwissenheit, Angst was dann kommt, Scham usw)
    Jetzt bin ich mega froh, obwohl es bis hierhin echt nicht einfach war. Ich drücke dir die Daumen und wünsche dir viel Kraft und Energie.

    Grüße Martina

  8. #28
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    Zitat Zitat von Glück Beitrag anzeigen
    bin auch 56 Jahre alt, jung, aber fast fertig mit allem, es war eine lange Reise durch die Schuldenmafia. Aber lustig wars auch, wenns auch hier nicht akzeptiert wird, wenns mal lustig ist bei Finanzen
    Hallo Glück,
    wahrscheinlich mach ich mir jetzt Feinde, gleich am Anfan... ich finde es gut, wenn man auch in sehr schweren Zeiten seinen Humor nicht verliert!

    Gruß Martina

  9. #29
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    Zitat Zitat von Struwwelpeter Beitrag anzeigen
    Das Netto-Einkommen wird unter 1000 € liegen (ich habe Gründe, zum Mindestlohn zu arbeiten).
    Dazu muss ich ja jetzt mal was loswerden - so unter uns Pastorentöchtern - da Du schon einmal sowas in der Art geschrieben hast:

    Auch wenn ich es in gewisser Weise nachvollziehen kann, finde ich es schon grenzwertig wenn Schuldner aktiv vermeiden wollen pfändbares Einkommen zu erzielen. Eine Vollzeit(!)stelle zum Mindestlohn aus dieser Motivation heraus anzunehmen hat schon noch ein bisschen mehr Geschmäckle.

    Ungeachtet dessen wie ich das so finde, solltest Du diese Vorgehensweise spätestens in einem Insolvenzverfahren m.E. überdenken. Auf gar gar garkeinen Fall darfst Du dies in irgendeiner Weise dem Treuhänder gegenüber raushängen lassen. Abgesehen davon kann er Dich im Rahmen der Erwerbsobliegenheit auch dazu zwingen Dich auf eine besser bezahlte Stelle zu bewerben wenn Du gemessen an Deinen Chancen auf dem Arbeitsmarkt aktuell deutlichst unterbezahlt arbeitest.

    Abgesehen davon wírd Dein pfändbares Einkommen in einem InsO-verfahren ohnehin zunächst auf die Verfahrenskosten verrechnet bevor die Gläubiger was kriegen. Du wirst also - wenn man so will - zunächst in die eigene Tasche gepfändet. Das bedeutet, dass Du Dir damit auch selber keinen Gefallen tust.

    Sollte ich Dich missverstanden haben - es kann ja sein, dass es irgendeinen anderen Grund gibt warum Du unbedingt zum Mindestlohn arbeiten willst - entschuldige ich mich für diesen Beitrag.

  10. #30
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    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Auch wenn ich es in gewisser Weise nachvollziehen kann, finde ich es schon grenzwertig wenn Schuldner aktiv vermeiden wollen pfändbares Einkommen zu ...
    Es gibt keinen Grund für Dich, sich zu entschuldigen :-)
    Ich weiß, was Du meinst!
    Ich wollte halt nur vermeiden hier mit "Ich bin nicht schuld an meiner Misere" anzufangen, obwohl es schon den Tatsachen entspricht.
    Wie kann das sein?
    Ich war mit einem sehr gut gehenden Veranstaltergewerbe selbstständig, habe deutschlandweit Computermessen veranstaltet.
    Das habe ich (abgesehen von einigen wenigen Aushilfskräften) mit meiner damaligen Lebensgefährtin zusammen gemacht.
    Ich war den überwiegenden Teil der Zeit in ganz Deutschland unterwegs und nur selten zuhause.
    Buchführung etc habe ich schleifen lassen, so daß es zu einem Nachholbedarf kam, was dann auch durch ein Steuerberaterbüro erledigt wurde.
    Während ich, wie gesagt, ständig unterwegs war, wurde meine Lebensgefährtin schwanger - nicht von mir.
    Kurzerhand trennte ich mich von Ihr und brach den Kontakt zu Ihr völlig ab.
    Leider konnte ich alleine meinen Betrieb dann auch nicht mehr vernünftig weiterführen. Mir fehlte halt die Bürokraft, die ich vorher in meiner Lebensgefährtin hatte.
    Dummerweise habe ich zudem bei meinem Auszug nur die allernötigsten Dinge mitgenommen!
    Die Geschäftspapiere gehörten nicht dazu :-(
    Dann begab es sich, daß das Finanzamt meine Steuerrückstände für 1 Jahr auf (utopische) 63000 DM schätzte und eine Buchprüfung durchführen wollte.
    Ich rief meine Ex-Lebensgefährtin an, um einen Abholtermin für die Unterlagen zu vereinbaren.
    Sie sagte mir, sie hätte alles in den Container geworfen und entsorgt :-(
    Das Finanzamt begann zeitgleich überall zu pfänden, wo ich noch Einnahmen zu erwarten gehabt hätte - daraus resultieren die Nicht-Finanzamt-Schulden.
    Mein Steuerberater legte das Mandat nieder, da ich weder die Unterlagen beibringen konnte, noch seine Rechnungen begleichen konnte.
    Daraufhin erhöhte das Finanzamt seine Forderung auf 101000 DM !

    Bis dahin gebe ich mir voll und ganz die Schuld an der Maleste!

    Aber dann, deutlich später (ich weiß nicht mehr genau) 1 Jahr oder so (kann auch mehr gewesen sein), stellte sich heraus, daß meine Ex die Unterlagen doch nicht entsorgt hatte!
    Ich, nicht faul, mit den Papieren zum Finanzamt.
    Dann der Hammer: Man wollte die garnicht mehr sehen! Es interessiert kein Schwein, daß ich beweisen konnte, daß die Forderungen des FA deutlich überzogen sind!
    Ich habe in den Vorjahren, die reibungslos liefen, Steuern zwischen 6000 und 8000 DM zahlen müssen, ich habe doch meine Umsätze nicht verzehnfacht!!!
    Ich bin von Pontius nach Pilatus gelaufen, um die Sache aufzuklären.
    Leider waren bereits alle Fristen verstrichen und die Forderungen rechtskräftig! HA! Was für ein Witz! rechtskräftig ?!?
    Es gibt leider keine der Finanzbehörde übergestellte Behörde, die ich um Hilfe hätte anbetteln können!

    Aus o.g. Gründen habe ich mir gesagt: Jetzt tust Du gar nichts mehr!
    Lediglich, da meine jetzige Frau Vollzeit als Reinigungskraft arbeitet, möchte ich wieder arbeiten, damit sie nicht für meinen Lebensunterhalt aufkommen muß!
    Dennoch sehe ich nicht ein, die mir aus einem verqueren Rechtssystem entstandenen Schulden komplett zu bezahlen.
    Ich habe da auch kein schlechtes Gewissen meinen Gläubigern gegenüber - die können froh sein, daß ich jetzt die Initiative ergreife und sie überhaupt was kriegen.
    Ich könnte das Insolvenzverfahren auch durchführen ohne eine Arbeit anzunehmen. Ist ja nicht sooo einfach in meinem Alter auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Zumal ich schon 3 Herzinfarkte hinter mir habe und Langzeitarbeitslos bin (s.o.)!

    Mag sein, daß nicht jeder hier meinen Standpunkt teilt, aber das wäre mir dann auch egal ;-)

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