Ergebnis 1 bis 6 von 6

Thema: Ausgaben übersteigen meine Einnahmen, Schulden steigen in die Höhe

  1. #1
    Registriert seit
    10.09.2017
    Beiträge
    1

    Standard Ausgaben übersteigen meine Einnahmen, Schulden steigen in die Höhe

    Hallo,
    ich bin noch etwas geschockt. Ich habe bisher immer geglaubt "ich komme schon wieder aus den Schulden raus", aber heute habe ich mal eine Auflistung mit Ein- und Ausgaben gemacht und bin aus allen Wolken gefallen. Eigentlich hätte ich es mir ja denken können, aber man verdrängt es immer irgendwie. Wenn ich so weiterlebe wie bisher, mache ich jeden Monat 500 Euro Verlust.
    Mein Schuldenberg ist mittlerweile auf 45.000 € angestiegen.
    Aber erstmal zu mir. Ich bin verheiratet und habe ein Kind. Ich bin Alleinverdiener. Mit Kindergeld komme ich auf 2150 Euro Einnahmen. Die Schulden sind über die Jahre langsam immer weiter angestiegen. Durch Umschuldung oder Belastung der Kreditkarte oder auch durch Ausreizung eines Flexiblen Kredites bin ich immer über die Runden gekommen, naja nicht wirklich, ich habe Verlust gemacht. Mal mehr mal weniger, ab und zu auch mal ein Plus. Das das nicht gut gehen kann, hätte ich mir eigentlich denken können. Die Höhe der Ratenzahlungen beträgt mittlerweile monatlich knapp 675 Euro. Achja, die Schulden sind durch Konsum gekommen. Stolz bin ich darauf nicht, konnte es aber irgendwie nicht stoppen. Meine Frau weiß zwar die Höhe der Schulden, aber nicht wie ernst es wirklich ist. Sie kümmert sich nicht um die Finanzen, da vertraut sie mir. Ich habe es ihr noch nicht gesagt, weil ich nicht weiß wie sie reagieren wird. Ganz ehrlich glaube ich das sie mich verlassen wird, wenn sie ihr Leben so stark einschränken muß. Auch wenn wir unser Auto abgeben müssten (hat leider noch einen relativ "hohen" Wert) wäre für sie ein harter Schlag, da wir hier auf dem Land leben und eigentlich auf ein Auto angewiesen sind. Wenn sie sich von mir trennen würde, würde ich auf der Straße stehen, da das Haus in dem wir wohnen ihren Eltern gehört. Und wie es dann weitergehen soll ohne Wohnung, Einrichtung, etc. wüsste ich auch nicht.
    Das andere Problem ist vielleicht auch mein Arbeitgeber, wenn er von einer Privatinsolvenz erfahren würde. Ich habe gelesen das Arbeitgeber darüber nicht sehr erfreut sind, wegen dem Mehraufwand. Da mir mein Job aber riesen Spaß macht, will ich diesen natürlich nicht verlieren. Achja, mein Arbeitgeber ist weltweit tätig, also recht groß, vielleicht hilft mir das ja was.
    Au man, au man. Ich glaube ich schreibe etwas wirr. Ich hoffe ihr versteht einigermaßen was ich schreibe. Bin noch total durch den Wind.
    Mir ist klar das ich eine Schuldnerberatung in Anspruch nehmen sollte. Aber habe auch Angst was dann alles auf mich zukommen wird (Ehe, Finanzen, Arbeit, Privatinsolvenz). Ich kann sicher heute nacht kein Auge zu machen.

    Was mache ich jetzt am besten ? Mir ist das sowas von peinlich, weil ich ganz klar daran Schuld bin. Ich es nicht rechtzeitig erkannt habe, vielleicht hätte man früher noch was retten können. Die Vorstellung meine Frau, mein Kind, meine Wohnung und alles zu verlieren ist echt erdrückend.
    Was haltet ihr von den Schuldnerberatern im Internet, die als erstes bei der Google Suche erscheinen ?

    Vielen Dank wer es bis hier zu Ende gelesen hat.

  2. #2
    Registriert seit
    11.12.2004
    Beiträge
    2.760

    Standard

    1.
    Kind ein Wochenende zu Vrandten bringen und sich mit seiner Frau hinsetzen, Situation besprechen und sich zusammen einen Überblick verschaffen
    -Einnahmen
    - Ausgaben
    - Wo können wir Einsparungen machen wobei ich die vorhandene Versicherungen auch auf ihre Nützlichkeit/Notwendigkeit prüfen würde
    Haushaltsbuch führen, denn eine derartig hohe Verschuldung ohne das ihr Miete zahlt zeigt, dass ihr auch euer Ausgabenverhalten überprüfen müsst auf das notwendigste

    2.
    Kreditkarte abschaffen und wenn man eine benötigt eine Karte beschaffen auf Guthabenbasis

    3.
    Dispo abschaffen und wenn möglich nur noch mit Bargeld zahlen
    4.
    Mit der Frau überlegen, ob die kein eigenes Einkommen erwirtschaften kann, denn sie hat ja auch auf Kosten der Schulden gelebt

    5.
    Statuswagen von einigem Wert abschaffen und einen günstigen Gebrauchtwagen kaufen und mit dem Rest schon mal Schulden tilgen
    6.
    AG die oft international tätig sind kennen so was in den Lohnbüros und das ist oft demnach problemlos .Es sei denn du hast ein Beruf wo man mit Geld zu tun hat dann kann es durchaus zu fragen kommen
    7.wenn noch nicht vorhanden , getrennte Konten schaffen ,gerade wenn deine Frau eigenes Einkommen erwirtschaften würde

  3. #3
    Registriert seit
    20.07.2017
    Beiträge
    596

    Standard

    Zitat Zitat von schuldner Beitrag anzeigen
    Was haltet ihr von den Schuldnerberatern im Internet, die als erstes bei der Google Suche erscheinen ?
    8. Meines verfestigten Eindruckes nach ist es erstaunlich häufig so, dass die Firmen welche bei bestimmten Suchbegriffen auf Google ganz vorne auftauchen die größten Katastrophen sind. Das gilt aber auch allgemein für ziemlich viele Branchen, für Themen wie Schuldnerberatung (wie jedem Thema mit Schwellenangst) aber insbesondere.

    Ich würde in jedem Falle dringend dazu raten einen anderen Weg zu finden um in beratende Hände zu gelangen.

  4. #4
    Registriert seit
    03.04.2009
    Beiträge
    4.098

    Standard

    Es ging nicht darum, sich einen Überblick zu verschaffen (da bereits geschehen), sondern dies gemeinsam mit seiner Frau zu tun (noch nicht geschehen). Hör endlich auf, hier nur Müll zu labern.

  5. #5
    Registriert seit
    21.04.2017
    Beiträge
    59

    Standard

    Dass Du Dir eine Übersicht der Ein- und Ausgaben gemacht hast, ist schon einmal gut. Eine Differenz von 500,00 Euro (jeden Monat) zwischen Einnahmen und Ausgaben ist alarmierend, keine Frage.
    Und da muss schnellstmöglich etwas passieren, und zwar am Besten auf der Einnahmenseite (da muss mehr hin) und auf der Ausgabenseite (dort sollte es wesentlich weniger werden).

    Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass ein Verheimlichen nichts bringt. Du hattest Dich um die Finanzen zu kümmern und hast das offenbar nicht hinbekommen. So ist das nun mal. Ist nicht schön, kann aber passieren. Da die Erhöhung der Einnahmenseite (Nebenjob für Dich, Job für Deine Frau) sich ebensowenig verheimlichen lässt, die eine Verringerung der Ausgabenseite, kommst Du um ein Gespräch mit der Liebsten nicht umhin. Zumal die konsumbedingt entstandenen Schulden sicherlich nicht nur alleine durch Deinen Konsum verursacht sein dürften, oder? Ein ehrliches Gespräch kann dabei einiges bewegen. Man muss sich die Zahlen mal schwarz (bzw. rot) auf weiß mal verdeutlichen, damit man versteht, wo das ganze gerade hinsteuert.

  6. #6
    Registriert seit
    21.04.2017
    Beiträge
    59

    Standard

    Sobald das Gespräch dann gelaufen ist, kommt Schritt 2:

    Einnahmequelle erhöhen! Das ginge durch einen Nebenjob für Dich oder dadurch, dass Deine Liebste (die vermutlich kindbedingt gerade pausiert), wieder arbeiten geht. Letzteres erfordert allerdings eine Betreuungsmöglichkeit für das Kind und ist oft leichter gesagt als getan, aber das werdet Ihr selbst wissen.

    Ausgaben radikal absenken. Es ist der Zeitpunkt gekommen, nichts mehr zu kaufen, was nicht lebensnotwendig ist. Versicherungen würde ich auf Sinnhaftigkeit überprüfen. Zudem solltet Ihr schauen, was von den Konsumgütern, die zu den Schulden geführt haben, noch verwertbar sind und diese verkaufen.
    Ein Haushaltsbuch sollte zwingend penibel genau geführt werden. Sollte tatsächlich mal Geld übrig bleiben, wird der teuerste Kredit (vermutlich der Dispo) zuerst getilgt.

    Soweit möglich wäre der Umstieg auf ein kleineres, gebrauchtes Auto möglich. Man kann auch als Familie mit Kindern mit einem Kleinwagen auskommen, das ist - eigene Erfahrung - absolut kein Problem.

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •