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Thema: Säumniszuschläge / Krankenkasse / Berechnung

  1. #1
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    Standard Säumniszuschläge / Krankenkasse / Berechnung

    Guten Morgen,

    ich habe eine Frage zur Berechnung bzw. Dauer der Gültigkeit von Säumniszuschlägen der Krankenkasse.
    Mein Fall ist leider etwas Länger und eventuell auch verwirrend.

    Bei meiner alten Krankenkasse war ich bis 12.2015 versichert.
    Für den Zeitraum von 04.2014-09.2014 wollte mich die Krankenkasse nicht als Student versichern.
    Die Krankenkasse hat in mehreren internen Sitzungen meine Forderung "als Student versichert zu werden" abgelehnt. Im September 2015 habe ich gegen den Beschluss der Krankenkasse Widerspruch eingelegt und im Februar 2016 vor dem Sozialgericht Klage eingereicht.
    In erster Instanz, vor dem Sozialgericht, hatte ich noch verloren. In zweiter Instanz, vor dem Landessozialgericht, aber Recht bekommen. Allerdings haben wir uns nur auf einen Vergleich geeinigt, die Krankenkasse wurde nicht "verurteilt" (oder was auch immer der richtige Terminus in diesem Fall wäre).
    Die Kasse akzeptiert nun (10.2017), dass ich im oben genannten Zeitraum Student war und berechnet die Beiträge dafür neu.

    Leider wusste ich damals (2014) noch nicht, dass eine Zahlung unter Vorbehalt die bessere Lösung gewesen wäre. Ich hatte damals die Zahlungen erstmal komplett eingestellt und nun (10.2017) eine Rechnung über Säumniszuschläge erhalten. In der Zwischenzeit habe ich Ende 2015 und Ende 2016 jeweils ca. 1800€ an die Krankenkasse überwiesen, da mir die aufgelaufenen Forderungen zu hoch wurden. Die Beträge für den strittigen Zeitraum hatte ich aber einbehalten.


    Jetzt meine Frage:
    für welchen Zeitraum darf die Krankenkasse die Säumniszuschläge berechnen und wie?
    Nochmals, ich war dort bis 12.2015 freiwillig versichert. Danach habe ich zu einer anderen Kasse gewechselt.
    Darf sie von 10.2014-10.2017 die Säumniszuschläge berechnen oder nur bis Ende 2015?

    Im Bescheid der Krankenkasse laufen die ausgewiesenen Säumnis-Beträge von 10.2014-12.2015, von 47€ jeweils um 1,50€ jeden Monat reduziert nach unten bis zum Ende 2015.
    (also 10.2014: 47€, 10.2014: 45,50€, 11.2014: 44€ etc.)
    In 12.2015 fällt der geforderte Säumnis-Betrag plötzlich auf 1,50€ für den fälligen Monat, dann endet die Rechnung und es werden ca. 500€ Säumniszuschläge ausgewiesen + Mahnkosten on top.
    Noch dazu hat sich die Höhe der Mahnkosten von 1,07€ auf 5€ erhöht. Ist dies zulässig bzw. rechtens?

    Hierzu würde mich eure Meinung interessieren.
    Mfg user0815
    Geändert von user0815 (28.10.2017 um 12:06 Uhr)

  2. #2
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    Standard

    Ergänzung: (Editieren war leider nicht mehr möglich, nur 5 Min nach dem Erstellen machbar)

    Im Bescheid der Krankenkasse laufen die ausgewiesenen Säumnis-Beträge von 10.2014-12.2015, von 47€ jeweils um 1,50€ jeden Monat reduziert nach unten bis zum Ende 2015.
    (also 10.2014: 47€, 10.2014: 45,50€, 11.2014: 44€ etc.)
    Dazwischen gab es 2x Schwankungen. 2 Monate der gleiche Betrag, dann stieg du geforderte Summe wieder um 1,50€ an, um danach wieder wie gewohnt zu fallen. In diesem Zeitraum habe ich keine Zahlung an die Krankenkasse geleistet.
    In 12.2015 fällt der geforderte Säumnis-Betrag plötzlich auf 1,50€ für den fälligen Monat, dann endet die Rechnung und es werden ca. 500€ Säumniszuschläge ausgewiesen + Mahnkosten on top.
    Noch dazu hat sich die Höhe der Mahnkosten von 1,07€ auf 5€ erhöht. Ist dies zulässig bzw. rechtens?

    Hierzu würde mich eure Meinung interessieren bzw. was schlagt ihr mir vor, wie ich vorgehen sollte.
    Mfg user0815

  3. #3
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    Sicherlich müsste man hierzu mal wissen, was genau in dem geschlossenen Vergleich geschrieben steht.

  4. #4
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    Aktuell stellt die KK 1% Zinsen pro Monat in Rechnung, zzgl. Mahngebühren. Das waren aber bis 2013/2014 (ich kenn den genauen Stichtag nicht) 5% pro Monat.

    Die 5€ Mahngebühren sind zulässig, weil gesetzlich vorgeschrieben bzw. entsprechend geregelt.

    Ansonsten ruf bei der Krankenkasse an und lass dir erklären wie die Beträge zustande gekommen sind.
    Geändert von Inso? (31.10.2017 um 07:50 Uhr)

  5. #5
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    Zitat Zitat von user0815 Beitrag anzeigen
    .....

    Hierzu würde mich eure Meinung interessieren bzw. was schlagt ihr mir vor, wie ich vorgehen sollte.
    Mfg user0815
    Wie schon anja39 ausgeführt hat, hängt es davon ab, was im Vergleich konkret steht.

    Grundsätzlich kannst du einen Antrag auf Erlass der Säumniszuschläge stellen, der zu begründen ist.
    http://docs.dpaq.de/5921-faktenblatt...17-09-2013.pdf.
    Ob in deinem Fall die Voraussetzungen vorliegen kannst nur du selbst feststellen.

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