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Thema: Regelinsolvenz ohne Aussicht auf Restschuldbefreiung

  1. #1
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    Standard Regelinsolvenz ohne Aussicht auf Restschuldbefreiung

    Hallo!

    Kurz und knapp, 2008 hatten wir eine Insolvenz aufgrund eigener Dummheit (Gutmütigkeit), 2014 wurde uns die restschuld erlassen nachdem wir ordentlich schulden bezahlt hatten. der Betrieb lief weiter, bisher immer besser, nun ging unser großer Auftraggeber bankrott, und wir stehen auch wieder am Abgrund, obwohl wir haufenweise Aufträge haben.
    Was bleibt uns jetzt, wenn wir den betrieb weiter laufen lassen wollen, die Mitarbeiter behalten wollen? Ist es möglich ein Insolvenzverfahren in Anspruch zu nehmen ohne Aussicht auf restschuldbefreiung, oder macht das keiner mit? Uns geht es darum nicht runtergepfändet zu werden, da nicht alle Zulieferer kooperativ sind.

  2. #2
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    Einzelunternehmen?
    RSB würde es nach einer Wartezeit von 10 Jahren geben - ist die schon um?
    Ich seh die Lösung in § 35 II InsO: Insolvenzantrag, Kosten bezahlen und die Freigabe der selbständigen Tätigkeit "erheischen".

  3. #3
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    Hallo, danke für die Antwort. Die Frage die sich mir stellt, ob überhaupt eine Insolvenz eröffent wird, wenn die Restschuldbefreiung ausbleibt, denn die 10 Jahre sind nicht um. Ja es ist ein Einzelunternehmen.

  4. #4
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    Es wird eröffnet, wenn ein Insolvenzgrund vorliegt.
    Sperrfrist gilt für den RSB-Antrag, nicht für den Insolvenzantrag.
    Kosten müssen bezahlt werden, es gibt kein Stundung - meine ich - da keine RSB angestrebt wird.

    Gedanken solte man darauf verwenden, wieviel bei einer Tätigkeit als Arbeitnehmer pfändbar wäre - das könnte der IV haben wollen und wenn er das nicht bekommt, läuft das Verfahren als Schutz vor dem Gläubigerzugriff nicht.
    Mal zu einem Experten gehen, der das im Detail so erklären kann, dass die Vor- und Nachteile verstanden und bewertet werden können.

  5. #5
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    Ich verstehe irgendwie nicht, was dann eine Insolvenz "bringen" soll, wenn keine RSB das Ziel sein kann. Ja, man hat für die Laufzeit des Inso keine Vollstreckungen, aber danach geht's doch munter wieder von vorne los Komma oder habe ich da etwas falsch verstanden?

  6. #6
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    Während der Insolvenz kann ein Insolvenzgläubiger nicht vollstrecken. Das kann hier sehr helfen. Dann wird im Insolvenzverfahren meist die selbständige Tätigkeit freigegeben. das führt dazu, dass diese Einnahmen dem Schuldner und nicht dem Insolvenzverwalter zustehen. Wenn ein Ehepartner beim anderen beschäftigt ist, fürchtet ein Insolvenzverwalter, dass der Betrieb Verluste macht und er dafür haftet - daher meist Freigabe, um der Haftung zu entgehen. Und ein RSB-Antrag mit Insolvenzantrag nach Ablauf der Wartezeit von 10 Jahren.
    Dieser Weg bringt einen gesetzlich nicht ausdrücklich geregelten Schutzschirm für das Weitermachen.

  7. #7
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    Danke für die ausführliche Antwort, das ist natürlich ein sehr gutes Argument.

    Dann hätte man aber auch für die WVP seine Ruhe, oder nur für das laufende Verfahren? Und gelten diese zehn Jahre nur bei einer abgelehnten RSB, oder auch wenn das Verfahren aus anderen Gründen abgebrochen wurde? Ein Bekannter ist gerade in dieser Thematik, das alte Verfahren ist seiner Aussage nach "irgendwie aufgehört", er war zwar umgezogen, hat sich aber auch ordnungsgemäß umgemeldet, wohl aber nicht bei Gericht... Aber ich glaube, ich hole mir dann noch mal ein paar Details, und mache dann ein neues Thema auf.

  8. #8
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    Hallo Regina,

    es macht dann Sinn, wenn die Möglichkeit eines Insolvenzplanverfahrens gegeben ist. Dazu benötigst Du keinen RSB-Antrag. Es müssen nur die voraussichtlichen Verfahrenskosten gedeckt sein. Allerdings muss ein Insolvenzplan auch Sinn machen.

    Grüße aus Berlin

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