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Thema: Jobkündigung und Umzug ins Ausland nach Eröffnung der Privatinsolvenz möglich?

  1. #31
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    Ich mach das mal hier weil ich keinen extra Thread erstellen möchte.

    Ist es nicht so das bezgl. der Pfändungsfreigrenze die Sätze im entsprechenden Land gelten, und wenn es dort keine gibt man einen Satz ermitteln muss der de Lebensverhältnissen im entsprechenden Land entspricht?

    In Thailand verdienen viele Menschen so zwischen 350€ und 600€ im Monat, ein Gehalt von 1000€ im Monat ist dort schon sehr gute Mittelklasse und ausserhalb von Bangkok und den Tourismushochburgen von kaum einem angestellten Thai zu erzielen. Kann man sich dann in so einem Land tatsächlich auf die Pfändungsfreigrenze in Deutschland berufen?

    Ich fände es seltsam wenn diese Grenzen nicht angepasst würden, sonst gäbe es für Schuldner ja auch keine Motivation in Länder zu gehen in denen sie bei höheren Lebenshaltungskosten deutlich besser verdienen (z.B. Schweiz oder auch Österreich). Während sich flexible Menschen (z.B. Freiberufler) sich einfach den für sie günstigsten Ort aussuchen könnten um dann in Polen oder Portugal sehr gut von dem verbleibenden Einnahmen leben können.

  2. #32
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    Ich habe gerade mal geschaut, in Thailand liegt das Durchschnittseinkommen bei ca. 360€(14000THB) im Monat, verletzt man nicht seine Erwerbsobliegenheit wenn man in ein Land umzieht in dem die Durchschnittsgehälter bei weniger als einem Drittel unserer Pfändungsfreigrenze liegt? Wenn man nicht direkt einen Job vorweisen kann der mindestens dem Gehalt in Deutschland entspricht?

  3. #33
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    Die Privatinsolvenz dachte ich hilft mir, das Thema Schulden aufzuräumen. Mir ist bewusst, dass diese nur Sinn macht, wenn mir die Rechtschuldbefreiung auch erteilt wird und nicht wegen Obliegenheitsverletzungen untersagt wird. Deshalb hatte ich mich bei meinem Schuldnerberater bzgl. der Erwerbsobliegenheitspflicht erkundigt, da ich aktuell pfändbares Einkommen hätte und durch den Wohnortwechsel erstmals keinen Job hätte und freiwillige Zahlungen auch nicht möglich sind. Ich denke nicht, dass er über die Thematik des Work Permits in Thailand Bescheid weiß. Er weiß, dass ich nach Thailand möchte und auch, dass ich wenn ich eine Arbeit finde vor Ort mein Verdienst unter der Pfändungsgrenze liegen würde und somit nichts an die Gläubiger abgetreten werden könnte.

  4. #34
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    Zitat Zitat von Inso? Beitrag anzeigen
    Ich mach das mal hier weil ich keinen extra Thread erstellen möchte.

    Ist es nicht so das bezgl. der Pfändungsfreigrenze die Sätze im entsprechenden Land gelten, und wenn es dort keine gibt man einen Satz ermitteln muss der de Lebensverhältnissen im entsprechenden Land entspricht?

    In Thailand verdienen viele Menschen so zwischen 350€ und 600€ im Monat, ein Gehalt von 1000€ im Monat ist dort schon sehr gute Mittelklasse und ausserhalb von Bangkok und den Tourismushochburgen von kaum einem angestellten Thai zu erzielen. Kann man sich dann in so einem Land tatsächlich auf die Pfändungsfreigrenze in Deutschland berufen?

    Ich fände es seltsam wenn diese Grenzen nicht angepasst würden, sonst gäbe es für Schuldner ja auch keine Motivation in Länder zu gehen in denen sie bei höheren Lebenshaltungskosten deutlich besser verdienen (z.B. Schweiz oder auch Österreich). Während sich flexible Menschen (z.B. Freiberufler) sich einfach den für sie günstigsten Ort aussuchen könnten um dann in Polen oder Portugal sehr gut von dem verbleibenden Einnahmen leben können.
    Soweit ich recherchiert habe und auch von meinem Schuldnerberater weiß bleibt die Pfändungsfreigrenze wie in Deutschland, da die Insolvenz nach wie vor nach deutschem Recht abgewickelt wird. Trotz niedriger Lebenshaltungskosten darf die Pfändungsfreigrenze nicht herabgesetzt werden. Habe hierzu auch aus diesem Forum einen alten Thread gefunden, wobei es auch um Thailand ging.
    Hierzu der Link:
    http://forum.f-sb.de/archive/index.php/t-65064.html

  5. #35
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    Ich habe den Link auch gelesen. Da steht nichts drin von Pfändungsgrenzen und Thailand.

    Geh mal goo*** zu dem Thema Arbeit im Ausland. Da gibt es Beispiele....
    Ergebnis ist, dass der IV sich um das Problem kümmern muss, wie in der Inso das Pfändbare im Ausland beim ausländischen Arbeitgeber realisiert werden kann und muss.

  6. #36
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    Zitat Zitat von Honigblume Beitrag anzeigen
    Soweit ich recherchiert habe und auch von meinem Schuldnerberater weiß bleibt die Pfändungsfreigrenze wie in Deutschland, da die Insolvenz nach wie vor nach deutschem Recht abgewickelt wird. Trotz niedriger Lebenshaltungskosten darf die Pfändungsfreigrenze nicht herabgesetzt werden. Habe hierzu auch aus diesem Forum einen alten Thread gefunden, wobei es auch um Thailand ging.
    Hierzu der Link:
    http://forum.f-sb.de/archive/index.php/t-65064.html

    Soweit ich es heraus finden konnte gelten zumindest bei höheren Lebenshaltungskosten die jeweils nationalen Freibeträge.

    Was machst du eigentlich wenn dein IV dich alle zwei, drei Monate zu einem persönlichen Gespräch bittet? Und wovon willst du in Thailand leben wenn du dort keinen legalen Job hast? Du scheinst ja Schwierigkeiten zu haben 5000€ auf dem Kontoauszug darzustellen, und das würde je nach Lebensweise max. für 10 Monate Thailand reichen, zzgl. Kosten für die Flüge.

    Ich bin jetzt wirklich hier raus. Würde mich freuen wenn du so in ein, zwei Jahren mal über den Stand der Dinge berichtest.

  7. #37
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    Das muss dem IV einleuchten, dass das kostentechnisch in keinem Verhältnis steht und es ganz einfach nicht machbar ist. Ich warte jetzt erst einmal ab, ob das mit der Inso klappt und wenn nicht dann mach ichs eben ohne Inso. Bis zu dem Zeitpunkt, wo ich vorhabe auszuwandern habe ich das Geld schon, nur kann ich das schlecht auf meinem Bankkonto parken, nicht dass plötzlich eine Kontopfändung vorliegt und mein Geld dann weg ist. Deshalb meinte ich ja, dass ich mir noch überlegen muss, welches Visum ich beantrage. Mit dem Geld kann ich dann einige Monate überbrücken, bis ich einen legalen Job finden konnte.

  8. #38
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    Zitat Zitat von Honigblume Beitrag anzeigen
    Das muss dem IV einleuchten, dass das kostentechnisch in keinem Verhältnis steht und es ganz einfach nicht machbar ist.
    Ob dem IV das einleuchtet ist nichma entscheidend. Den Gläubigern wird es sehr wahrscheinlich nicht einleuchten. Die wollen in aller Regel vorrangig ihre Forderung retten.
    Zitat Zitat von Honigblume Beitrag anzeigen
    Ich warte jetzt erst einmal ab, ob das mit der Inso klappt und wenn nicht dann mach ichs eben ohne Inso.
    Was heißt "mit der Insolvenz klappt"? Eröffnet werden wird das Verfahren mit Sicherheit wenn Du es jetzt beantragst.
    In dem Antrag wird ja nach dem Ist-Zustand gefragt. An keiner Stelle wird gefragt ob der Antragsteller "In Kürze seine Stelle kündigen wird mit der er bislang pfändbares Einkommen erzielt, sich dann auf die andere Seite der Welt zurückzieht, dort weder arbeiten darf, noch Aussicht auf pfändbares Einkommen hat, außerdem nur noch sehr eingeschränkt postalisch erreichbar sein wird und persönlich garnicht"
    Zitat Zitat von Honigblume Beitrag anzeigen
    Bis zu dem Zeitpunkt, wo ich vorhabe auszuwandern habe ich das Geld schon, nur kann ich das schlecht auf meinem Bankkonto parken, nicht dass plötzlich eine Kontopfändung vorliegt und mein Geld dann weg ist. Deshalb meinte ich ja, dass ich mir noch überlegen muss, welches Visum ich beantrage. Mit dem Geld kann ich dann einige Monate überbrücken, bis ich einen legalen Job finden konnte.
    Im eröffneten Insolvenzverfahren gehören alle angesparten Gelder als Vermögen in die Masse. Ob sie sich auf Deinem Konto befinden oder sonstwo ist dabei unerheblich.

  9. #39
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    Will Dein Partner in Thailand vielleicht nicht Englisch lernen? Zu Home Fee Konditions mit Recht auf Student Loan in GB studiieren? In einem Land mit vielen Jobchancen fuer Deutsche. Am besten schnell Heiraten, EEA Family Permit beantragen, und ab auf die Insel. Dort nach ca. 6 Monaten Residence die Insolvency (Privatinsolvenz nach englischem Recht) beantragen. Nach ca. 12 Monaten bist Du alle Schulden los, und kannst als "freier Vogel" nach Thailand fliegen. Die UK Schnellinsolvenz wird auch in Deutschland anerkannt.

  10. #40
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    Ja - manchmal liegt die einfachste Lösung einfach so auf der Hand, oder besser gesagt: auf der Insel.

    Einfach mal rüberhopsen - heiraten nicht vergessen - dreimal tief durchatmen, auf Englisch natürlich, und ein Jahr später sind sie weg, die Schulden. Fantastisch!

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