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Thema: Nach dem Gespräch mit dem Sachbearbeiter der Bank ist mir schlecht vor Sorgen

  1. #11
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    Zitat Zitat von Pinguin Beitrag anzeigen
    Jetzt aber an die zweite Bank zahlen soll, damit meine Einnahmen geschützt sind.
    Perfekt. Das ist genau die richtige Reaktion. Das wird Dir zu 99,99% auch die Schuldnerberatung so sagen da dies in diesen Situationen sozusagen absuloter Standard ist.

    Da dieser "Standard" mittlerweile auch bei den Banken angekommen sein sollte ist es mir persönlich auch relativ unverständlich warum Banken weiterhin sehr regelmäßig auf die von Dir beschriebene Weise agieren. Im Endeffekt schadet ein solches Vorgehen aus meiner Sicht ihnen selbst. Wenn sie sich mit Dir den Einzelfall angesehen hätten und eine tragbare und realistische Tilgungsstrategie erarbeitet hätten anstatt Dich zu diesem Schritt zu zwingen um Deine Existenz zu sichern wäre das m.E. deutlich eher in deren Interesse gewesen.
    Aber man steckt nicht drin und ändert die Welt nicht. Es ist wie es ist...

  2. #12
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    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Perfekt. Das ist genau die richtige Reaktion. Das wird Dir zu 99,99% auch die Schuldnerberatung so sagen da dies in diesen Situationen sozusagen absuloter Standard ist.

    Da dieser "Standard" mittlerweile auch bei den Banken angekommen sein sollte ist es mir persönlich auch relativ unverständlich warum Banken weiterhin sehr regelmäßig auf die von Dir beschriebene Weise agieren. Im Endeffekt schadet ein solches Vorgehen aus meiner Sicht ihnen selbst. Wenn sie sich mit Dir den Einzelfall angesehen hätten und eine tragbare und realistische Tilgungsstrategie erarbeitet hätten anstatt Dich zu diesem Schritt zu zwingen um Deine Existenz zu sichern wäre das m.E. deutlich eher in deren Interesse gewesen.
    Aber man steckt nicht drin und ändert die Welt nicht. Es ist wie es ist...
    Dankeschön. Das ist gut, das zu hören.

    Du hast absolut Recht ... ich meine, ich rechne denen meinen Ein- und Ausgaben genau vor .... und die rechnen aber mit ganz anderen Zahlen - mit Pauschalzahlen, die für alle gelten.

    Z.B. sagte der Sachbearbeiter zu mir .... "Es ist richtig, dass sie 700 Euro Nebenkosten haben" ... aber die Banken können nicht jeden Einzelfall auf 100 Euro rechnen. Deshalb rechnen die Banken grundsätzlich bei Singles mit 900 Euro Nebenkosten - das gilt für alle -. Dann rechnen sie die Miete dazu. So kommen sie dann auf einen Betrag von 1400 Euro, den ein Single haben muß, um einen Ratenkredit zu bekommen. Ich habe 700 Euro Nebenkosten, habe 500 Euro Miete und komme auf 1200 Euro. Bekomme keinen Ratenkredit als Single, weil meine Zahlen angeblich nicht stimmen. Jetzt frag ich dich ... was rechnen die denn da?

  3. #13
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    Zitat Zitat von Pinguin Beitrag anzeigen
    Dankeschön. Das ist gut, das zu hören.

    Du hast absolut Recht ... ich meine, ich rechne denen meinen Ein- und Ausgaben genau vor .... und die rechnen aber mit ganz anderen Zahlen - mit Pauschalzahlen, die für alle gelten.

    Z.B. sagte der Sachbearbeiter zu mir .... "Es ist richtig, dass sie 700 Euro Nebenkosten haben" ... aber die Banken können nicht jeden Einzelfall auf 100 Euro rechnen. Deshalb rechnen die Banken grundsätzlich bei Singles mit 900 Euro Nebenkosten - das gilt für alle -. Dann rechnen sie die Miete dazu. So kommen sie dann auf einen Betrag von 1400 Euro, den ein Single haben muß, um einen Ratenkredit zu bekommen. Ich habe 700 Euro Nebenkosten, habe 500 Euro Miete und komme auf 1200 Euro. Bekomme keinen Ratenkredit als Single, weil meine Zahlen angeblich nicht stimmen. Jetzt frag ich dich ... was rechnen die denn da?
    Also mit 700 Euro Nebenkosten meinte ich die Lebenshaltungskosten. Die Bank meint, dass jeder Single 900 Euro Lebenshaltungskosten im Monat hat. Dazu wird dann die Miete gerechnet. Also muß ein Single 1400 Euro mindestens haben, um einen Kredit zu bekommen. Und da ich nur 1200 habe, bekomme ich keinen Kredit.

  4. #14
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    Wenn man es ganz losgelöst auf das Thema "Ratenkredit" bezieht halte ich dieses Vorgehen ja noch für seriös und nachvollziehbar. Den Leuten in diesen Situationen laufend (sauteure) Umschuldungskredite einzuräumen (wie es mittlerweile auch nicht wenige Banken machen) verschleppt das Problem auch nur und optimiert einfach nur die Fallhöhe auf Kosten des Schuldners.

    Es gibt aber auch einige wenige Banken deren Verhalten in solchen Situationen meines Erachtens in die richtige Richtung geht. Anstatt von teuren Umschuldungskrediten wird der Rückstand in Absprache mit dem Schuldner auf eine Art Abwicklungskonto umgebucht damit der Kontostand des Girokontos auf Null ist. Der Dispo wird dann natürlich gekündigt. Für dieses Abwicklungskonto wird eine Tilgungsvereinbarung geschlossen während das Girokonto auch in ein P-Konto umgewandelt werden kann um die Existenzsicherung zu ermöglichen. Die Bank verspricht dann auch die Rückstände nicht aufzurechnen. Ob man sich da im Ernstfall wirklich drauf verlassen kann will ich mal dahingestellt sein lassen aber zumindest geht es aus meiner Sicht in die richtige Richtung.
    Geändert von Caffery (11.01.2018 um 12:40 Uhr)

  5. #15
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    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Wenn man es ganz losgelöst auf das Thema "Ratenkredit" bezieht halte ich dieses Vorgehen ja noch für seriös und nachvollziehbar. Den Leuten in diesen Situationen laufend (sauteure) Umschuldungskredite einzuräumen (wie es mittlerweile auch nicht wenige Banken machen) verschleppt das Problem auch nur und optimiert einfach nur die Fallhöhe auf Kosten des Schuldners.
    Tja, auf der anderen Seite sehen sie aber auch "sehenden Auges" zu, wie die Kunden teure Dispos abzahlen müssen. Und verdienen ja nicht schlecht daran. Für mich ist das erstaunlich. Auf der einen Seite sagen sie ... einen Ratenkredit bekommen Sie nicht, weil die Rente nicht ausreicht. Auf der anderen Seite sehen sie aber monatlich, wie der Kunde teure Zinsen abzahlen kann.

  6. #16
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    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Es gibt aber auch einige wenige Banken deren Verhalten in solchen Situationen meines Erachtens in die richtige Richtung geht. Anstatt von teuren Umschuldungskrediten wird der Rückstand in Absprache mit dem Schuldner auf eine Art Abwicklungskonto umgebucht damit der Kontostand des Girokontos auf Null ist. Der Dispo wird dann natürlich gekündigt. Für dieses Abwicklungskonto wird eine Tilgungsvereinbarung geschlossen während das Girokonto auch in ein P-Konto umgewandelt werden kann um die Existenzsicherung zu ermöglichen. Die Bank verspricht dann auch die Rückstände nicht aufzurechnen. Ob man sich da im Ernstfall wirklich drauf verlassen kann will ich mal dahingestellt sein lassen aber zumindest geht es aus meiner Sicht in die richtige Richtung.
    Ja, im Grunde genommen mache ich das ja jetzt auch. Ich ziehe mein Geld raus, halte das 2. Konto auf Null, also schuldenfrei, und zahle denen einen Abtrag. Der Dispo ist ja sowieso dann gekündigt. Aber ob sie sich auf einen Tilgungsplan einlassen, das ist noch fraglich. Ich kann jedenfalls seit dem Gespräch bei der Bank nicht mehr richtig schlafen. Und dabei hätte alles so einfach sein können. Ratenkredit für die 3.000 Euro, also zusammen mit den 3.200 Euro wären es dann 6.200 Euro gewesen. Tilgungsplan, Dispo kündigen oder verringern und gut ist. Aber nein ... so zwingen sie mich zu dieser Maßnahme mit der 2. Bank, die ich eigentlich gar nicht will.

  7. #17
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    Zitat Zitat von Pinguin Beitrag anzeigen
    Ich habe 700 Euro Nebenkosten, habe 500 Euro Miete und komme auf 1200 Euro. Bekomme keinen Ratenkredit als Single, weil meine Zahlen angeblich nicht stimmen. Jetzt frag ich dich ... was rechnen die denn da?
    Ist ja auch kein Wunder, denn wovon willst Du den denn bezahlen?

    Zitat Zitat von Pinguin Beitrag anzeigen
    Rentenhöhe 1.200 Euro.

  8. #18
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    Zitat Zitat von Pinguin Beitrag anzeigen
    Ja, im Grunde genommen mache ich das ja jetzt auch. Ich ziehe mein Geld raus, halte das 2. Konto auf Null, also schuldenfrei, und zahle denen einen Abtrag.
    Ja, klar. Meine Ausführungen sollten ja auch eher meine Idee eines logischen Verhaltens aus Sicht der Bank sein.
    Zitat Zitat von Pinguin Beitrag anzeigen
    Aber ob sie sich auf einen Tilgungsplan einlassen, das ist noch fraglich.
    Dann haben die ja praktisch keine andere Wahl. Das ist ja der Sinn der Veranstaltung. Die Pfändungstabelle ist dann Dein bester Freund und schützt Dich bzw. Deine Existenz. Aktuell tut sie das nicht da sie einfach aufrechnen und/oder den Dispo kündigen können.
    Zitat Zitat von Pinguin Beitrag anzeigen
    Und dabei hätte alles so einfach sein können. Ratenkredit für die 3.000 Euro, also zusammen mit den 3.200 Euro wären es dann 6.200 Euro gewesen. Tilgungsplan, Dispo kündigen oder verringern und gut ist. Aber nein ... so zwingen sie mich zu dieser Maßnahme mit der 2. Bank, die ich eigentlich gar nicht will.
    Wie gesagt: Sei froh, dass Du keinen weiteren Kredit bekommen hast. Viel billiger - was die Zinsen betrifft - wäre es dadurch wahrscheinlich auch nicht geworden und Dein Problem hätte sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nur in die Zukunft verlagert. Nun wurdest Du quasi dazu gezwungen Dich dem Problem zu stellen. Es fühlt sich zwar natürlich aktuell nicht gut an aber wenn Du ab jetzt alles richtig machst und Dich gut beraten lässt wird es von nun an zumindest nicht mehr schlimmer.

  9. #19
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    Zitat Zitat von Daukind Beitrag anzeigen
    Ist ja auch kein Wunder, denn wovon willst Du den denn bezahlen?
    Ich hatte mich vorhin falsch ausgedrückt. Ich meinte nicht 700 Euro Nebenkosten, sondern es verhält sich so: Ich habe 1200 Euro Rente, 500 Euro Miete und monatlich 120 Euro Nebenkosten. Das ist für das gesamte Jahr ausgerechnet und identisch mit den Jahren davor. Das bedeutet, dass von den 1200 Euro Rente monatlich 620 Euro abgehen an festen Kosten. Verbleiben für mich zur freien Verfügung 580 Euro. Und da ist der Abtrag für den ersten Kredit schon drin, also die 80 Euro. Von 580 Euro könnte ich den Dispo z.B. mit 200 Euro ablösen. Aber das will die Bank nicht. Stattdessen soll der Dispo bleiben und ich muß die teuren Zinsen bezahlen solange, bis der Dispo weg ist.

  10. #20
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    Ja, absolut richtig. Bislang bin ich wie "Hans im Glück" oder "Hans guck in die Luft" rumgelaufen und hab mich nicht dem Problem gestellt. Jetzt werde ich dazu gezwungen, meine Komfortzone wurde gestört und ich werde mit meinem eigenen "schlechten Verhalten mir gegenüber" konfrontriert. Denn nichts anderes ist es ja. Ich hab MICH MIR gegenüber schlecht verhalten. So hab ich mich noch nie gefühlt. So schlecht, meine ich. Aber es ist gut und richtig so, dass ich nun mal spüre, wie ich mit mir umgegangen bin. Und nun zur Übernahme der Eigenverantwortung gezwungen werde.

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