Hallo zusammen, ich wollte hier für den ein oder anderen ( und für mich) meinen Weg raus aus der Falle " Kredite, Dispo, Unerhlichkeit" dokumentieren und gerne auch Diskutieren. Vielleicht erkennt sich ja jemand wieder und möchte etwas dazu sagen. Vielleicht gibt es sonst jemand der etwas zu der Diskussion beitragen möchte. Ich würde mich freuen.

Mein Start hier im Forum war dieser Threat hier.

Das bei mir und dem Thema Geld ausgeben, sparen und Ehrlich mit der Situation umgehen was falsch läuft habe ich irgendwo gewusst aber sehr gut verdrängt.

Es kam zu beginn des neuen Jahres dazu, das ich gegenüber meine Frau eine "falsch-richtige" Aussage bezüglich unseres Kontostandes und unserer Verbindlichkeiten getätigt habe. So kam raus, das ich im Alleingang Kredite in höhe von ca. 16.000€ aufgenommen habe.
Das Geld nahm ich für Urlaube und Umbau arbeiten am Haus. Das spielt aber im ersten Moment keine Rolle erst etwas später.
Da dies nicht das erste mal war, das ich zu meiner Frau in punkto Finanzen nicht ehrlich war habe ich auch dank eines Hinweises hier im Forum beschlossen mir Hilfe von einem Profi zu holen. Also wandte ich mich an die EFL der kath. Kirche. Dort hatte ich nun die ersten 2 Gespräche.

Es ging in diesen ersten Gesprächen primär darum zu erkennen warum ich so gehandelt habe, was ich dabei gefühlt habe und warum ich meine Frau nicht informiert habe.

Nun ist es so, dass jeder von uns verschiedene "Stimmen" in sich hat. Eine vernünftige, eine Emotionale usw. für jede Facette seiner Persönlichkeit eine. Diese sind immer unterschiedlich laut und Durchsetzungsstark. Es gibt aber eine Stimme die alles, im für einen selbst richtigen, Gleichgewicht hält. Bei mir ist es so, das ich beruflich viel unterwegs bin und wenn ich zuhause bin meine Zeit auf meine 2 Kinder und meine Frau verteile. Meine eigenen Bedürfnisse(Sport, Freunde treffen usw.) stelle ich in dieser Zeit komplett hinten an.

Irgendwann sagt die "Kümmer-dich-mal-um-dich-Stimme": "Haaaalloooooooooooo du bist auch noch da. Mach mal wieder was für dich." Diese "Stimme" ist dann so stark das sie alle anderen, egal wie Vernünftig und richtig die sind, einfach nieder brüllt. Wenn das jetzt zusammen mit der Buchung für Urlaub oder anderen größeren Anschaffungen zusammen fällt ist das die Mischung die für mich ganz gefährlich ist. Oft ist es auch so, das diese Stimme sich erst durch den Plan "Urlaub buchen" oder "Luxusgut Anschaffen" geweckt wird und für mich aktuell noch nicht wieder auf eine normale Lautstärke zu reduzieren ist.

Das hoffe ich, lerne ich den nächsten Gesprächen. Allein die Erkenntnis bis hier her ist mir aber schon viel Wert und lässt mich mit diesem Wissen Entscheidungen die sich auf mein Wohl beziehen anders betrachten. Natürlich ist das Ziel nicht die völlige Selbstaufgabe. Aber das Ziel muss sein, Dinge die mir gut tun öfter in kleinen Portionen zu tun als 1-3x geballt im Jahr dann riesige Kosten zu produzieren und einen Haufen ärger noch gratis dazu zu bekommen.

Grüße sepril.