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Thema: Einkommenssteuererklärung und Zahlungen nach §35 Abs. 2 Inso i.V.m. § 295 Abs. 2 InsO

  1. #1
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    Standard Einkommenssteuererklärung und Zahlungen nach §35 Abs. 2 Inso i.V.m. § 295 Abs. 2 InsO

    Hallo Forengemeinde!

    Auch ich muss als Selbständiger monatliche Zahlungen an meinen Insolvenzverwalter gemäß §35 Abs. 2 Inso i.V.m. § 295 Abs. 2 InsO leisten.

    Da ich gerade meine Einkommensteuererklärung mache:
    wirken sich derartige Zahlungen innerhalb der Einkommensteuererklärung mindernd aus?
    Wenn ja: wo werden die monatlichen Zahlungen/ die jährliche Gesamtsumme der Zahlungen in der Einkommensteuererklärung eingetragen? Als Sonderausgaben?

    Danke Euch!

  2. #2
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    Haha geil. Meinst Du die Frage wirklich ernst? Natürlich kannst Du das nicht absetzen.

  3. #3
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    Zitat Zitat von Daukind Beitrag anzeigen
    Natürlich kannst Du das nicht absetzen.
    Für das abgetretene Einkommen grundsätzlich stimmt das natürlich, allerdings ist das tatsächlich (auch für mich verblüffender Weise) in Bezug auf die Treuhänderkosten nicht zu 100% richtig.

    Der Bundesfinanzhof sagte sinngemäß, dass die Kosten des Insolvenztreuhänders als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt werden können, wenn "der Steuerpflichtige die Ursache für seine Zahlungsschwierigkeiten nicht selbst gesetzt hat".
    Die Treuhänderkosten kann man also bei entsprechendem Sportsgeist ruhig mal bei außergewohnliche Belastungen eintragen, schauen was passiert und sich unter Umständen auf die "lustige" Diskussion einlassen ob denn die Ursache für die Zahlungsschwierigkeiten bei einem selbst lagen oder nicht.

    BFH, 04.08.2016 - VI R 47/13
    Geändert von Caffery (04.02.2018 um 18:40 Uhr)

  4. #4
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    Zitat Zitat von Daukind Beitrag anzeigen
    Haha geil. Meinst Du die Frage wirklich ernst? Natürlich kannst Du das nicht absetzen.
    Warum sollte ich die Frage nicht ernst meinen?
    In einer ESt.-Erklärung kann ich Verlustvorträge oder Schuldzinsen als einkommensmindernd angeben! Daraus ableitend ergab sich für mich diese Frage.
    Eine einfache Antwort ohne entsprechende Kommentierung wäre voll und ganz ausreichend gewesen!

  5. #5
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    Zitat Zitat von selbständiger_2009 Beitrag anzeigen
    In einer ESt.-Erklärung kann ich Verlustvorträge oder Schuldzinsen als einkommensmindernd angeben!
    Ja, schon - aber das funktioniert ja grundsätzlich nach dem System, dass man den entsprechenden Verlust mit einer zu versteuernden Einnahme gegenrechnet.

    Wenn Du z.b. eine Wohnung kaufst und diese vermietest musst Du die Mieteinnahmen versteuern. Wenn Du selbst noch Raten auf die Wohnung zahlst kannst Du die Zinsen bei der Steuererklärung mit den Mieteinnahmen gegenrechnen.

    Wenn aber jemand z.b. Schulden bei "Inkasso-Vollhorst" wegen eine Gedönseforderung hat, kann er die entsprechenden Schuldzinsen natürlich nicht einkommensmindernd gelten machen.
    Geändert von Caffery (04.02.2018 um 19:48 Uhr)

  6. #6
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    Zitat Zitat von selbständiger_2009 Beitrag anzeigen
    In einer ESt.-Erklärung kann ich [...]Schuldzinsen als einkommensmindernd angeben!
    Nein kannst Du nicht. Du kannst Kosten, die bei der Generierung von (steuerpflichtigen) Einnahmen entstehen, absetzen. Dazu zählen Kreditzinsen für Investitionen.

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