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Thema: Geplatzer Kaufvertrag für Immobilie mit Restdarlehen und keine Ahnung was nun kommt

  1. #1
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    Frage Geplatzer Kaufvertrag für Immobilie mit Restdarlehen und keine Ahnung was nun kommt

    Hallo Forengemeinde,

    ich wende mich an Euch in der Hoffnung hier einige Ratschläge, Lösungsvorschläge oder Tipps zu bekommen.

    Aber zuerst mal der, ich muss zugeben sehr verstrickte, „Ist“-Zustand:
    Nach Insolvenz meines Arbeitgebers und Bezugs von ALG 1 hatte ich mich dazu entschlossen meine Eigentumswohnung zu verkaufen. Für diese Wohnung besteht noch ein Darlehen was durch den Verkauf getilgt worden wäre.
    Der Käufer ist Miteigentümer an der Gesamtimmobilie (1 Haus mit 2 Eigentumswohnungen). Der Kaufvertrag wurde von einem Notar aufgesetzt und enthält Punkte die von mir erfüllt werden müssen damit der Vertrag abgeschlossen,
    die Wohnung überschrieben und die Kaufsumme ausgezahlt wird. Die Bank hatte auch ihr OK gegeben.

    Tja, und nun geht das Chaos los…..

    Die Wohnung ist fristgerecht von mir geräumt und an den Käufer übergeben worden (waren Punkte des Kaufvertrags).
    Der Käufer hat bereits die Erwerbsteuer gezahlt und hat den Bescheid über die Grundbesitzabgabe.
    Aber den dritten Punkt des Kaufvertrags (möchte ich hier jetzt nicht nennen) kann ich wohl auch nach über 6 Monaten Recherche, Schreiberei, Telefoniererei und was weiß ich noch alles, völlig unerwartet nicht erfüllen.
    Dadurch kann die Wohnung nicht überschrieben werden und der Vertrag wird wohl platzen.
    Außerdem kommt hinzu das ich jetzt im ALG 2 Bezug bin und ab dem nächsten Quartal wieder das Darlehen bei der Bank bedienen müsste. Das Darlehen hat eine Restlaufzeit bis Ende des Jahres und müsste neu verhandelt werden.
    Ich habe damals eine noch nicht lange bestehende Lebensversicherung aufgelöst und davon die Raten für ein Jahr getilgt um dort erstmal Luft zu haben.

    Jetzt stellt sich mir die Frage „Was kommt da jetzt noch alles auf mich zu und wie gehe ich damit um?“

    Nach dem Durchlesen des Forums habe ich zuerst mal als erste Schritte folgende Überlegungen:

    - Gespräch mit dem Notar
    - Schreiben an die Bank, dass das Darlehen von mir nicht bedient werden kann und ich die Einzugsermächtigung kündige.
    - Umwandlung Girokonto in P-Konto (sollte man das unbedingt bei einer anderen Bank einrichten?)

    Alles Weitere wird dann wohl die Bank veranlassen (Zwangsversteigerung, Rückabwicklung des Kaufvertrags).
    Insgesamt (Forderungen Bank, Notar, Käufer) rechne ich grob mit einer Summe von 35.000 – 40.000 EUR. Dazu kommt noch, dass die Neben- und Betriebskosten der gesamten
    Immobilie vom Konto des Miteigentümers/Käufers abgeführt werden und ich dann meinen Anteil auf sein Konto überweise.
    Ich selbst habe für die Wohnung keine Verträge mit dem Strom-/Wasserversorger. Das lief alles über Zwischenzähler.
    Also im Endeffekt alles eine verkomplizierte Situation.
    Das einzig Positive daran ist, das ich die Eigentumswohnung nicht mehr bewohne und ich von daher weder Zwangsräumung, Wasser/Strom abstellen, Gläubiger im selben Haus, usw. zu befürchten habe.
    Auch der GV wird wohl nichts finden da kein Vermögen (Schmuck, Versicherungen, KFZ) vorhanden ist.
    Für mich gilt jetzt erstmal die Sicherung der Miete, Energiekosten und Lebensunterhalt in der neuen Wohnung. Alles andere ist erstmal nachrangig.
    Außerdem lohnt sich eine Verbraucherinsolvenz für mich wohl dann ja auch erstmal nicht, da ja bis zur Versteigerung der Wohnung noch Kosten weiterlaufen.

    So, das war dann jetzt viel Text (Sorry!). Für Anregungen, Vorschläge, usw. bedanke ich mich schon mal im Voraus.

    Gruß

  2. #2
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    Zitat Zitat von John Doe Beitrag anzeigen
    Aber den dritten Punkt des Kaufvertrags (möchte ich hier jetzt nicht nennen) kann ich wohl auch nach über 6 Monaten Recherche, Schreiberei, Telefoniererei und was weiß ich noch alles, völlig unerwartet nicht erfüllen.
    Damit ist dein ganzer Beitrag sinnlos.

  3. #3
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    Ich vermisse hier was... Du beziehst Alg 2 .Hast du eigentlich das berücksichtigt wenn du die Eigentumswohnung nicht mehr selbst bewohnst https://www.ratgeber-geld.de/hartz-iv-wohneigentum
    https://www.frag-einen-anwalt.de/Har...g--f87017.html

  4. #4
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    Zitat Zitat von rike3 Beitrag anzeigen
    [...] Hast du eigentlich das berücksichtigt [...]
    Hallo und Danke für die Hinweise. Ja habe ich berücksichtigt. Da der Kaufvertrag und der Umzug vor(!) dem Erstantrag stattfand, aber die Kaufsumme bisher nicht geflossen ist, erhalte ich ALG 2 auf Darlehensbasis mit vorläufigen Bescheiden (§24 SGB II).

  5. #5
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    Wie kommst du den mit dem Käufer klar? Im Zweifelsfall hat der Käufer ein Interesse daran das der Kaufvertrag platzt weil er dann billig ersteigern kann. In so fern wäre es schon recht interessant zu wissen an was der Kaufvertrag scheitern soll.

  6. #6
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    Also.... Im Grundbuch ist ein Vorkaufsrecht eingetragen (nicht vererbbar).
    Der Inhaber dieses Vorkaufsrechts ist vor Jahren in das EU-Ausland verzogen. Wohin = ?
    Dann durch Zufall eine Todesanzeige mit Traueranschrift gefunden. Bestattung in Portugal.
    Eben jene Person ist dann im Ausland verstorben und beigesetzt worden. Allerdings wurde er in Deutschland von den Angehörigen nicht als verstorben gemeldet.
    Angehörige (6 Personen) wurden angeschrieben vom Notar, von mir, versucht per Facebook zu kontaktieren, antworten aber überhaupt nicht. Null Reaktion.
    Notar sagt Ok dann machen wir das anders. Wir stellen ein Schreiben zu und wenn der Inhaber sich nicht innerhalb 30-Tage-Frist meldet erlischt der Anspruch.
    Schön.... 1 Woche später... Schreiben konnte ordnungsgemäß nicht zugestellt werden, wir fragen das Geburtsstandesamt.
    Standesamt... "Nö, können wir nicht ausstellen. Nicht als verstorben gemeldet." Toll!
    Standesamt letzter hier bekannter Wohnort: "Nö, ist nicht als verstorben gemeldet, aber abgemeldet nach unbekannt."
    Notar fragt bei Rentenkasse ob die immer noch überweisen. Antwort "Nein, der Tod wurde uns von einer deutschen Behörde gemeldet." Häääää???
    Nachfrage: "Wer hat denn gemeldet? Die könnten dann ja nochmal an das Standesamt melden!" Pampige genervte Antwort: "Dürfen wir nicht sagen. Datenschutz."
    Anfrage Datenschutzbeauftragter NRW "Dürfen die das wirklich nicht?" Antwort: "Quark, dürfen die. Ich kann da aber nichts machen, bin nur für Verstöße da. Sie haben aber ein Problem mit zuviel Datenschutz."
    Anfrage Auswärtiges Amt Berlin: "Habt ihr gemeldet?" Antwort: "Können wir von hier aus nicht beantworten. Wenden Sie sich an die zuständige Botschaft. Die weiß das bestimmt."
    Anfrage portugiesische Botschaft Berlin: "Wie läuft das ab wenn ein deutscher Staatsbürger in Portugal verstirbt?" Antwort: "Meldung an deutsche Botschaft. Rein deutsche Angelegenheit!"
    Also... Schreiben per Einschreiben mit Rückschein an die Botschaft. Ist angekommen, Rückschein ist da, aber seit 3 Monaten keine Antwort.
    Anfang Januar noch mal eine Mail über die Kontaktseite der Botschaft als freundliche Sachstandsanfrage.... bisher keine Antwort.

    Nun stehe ich da wie mein Notar. Mit Achselzucken.... O-Ton "Sie haben da ein Problem das es eigentlich nicht geben sollte. Wir wissen da jetzt auch nicht mehr weiter. So etwas habe ich in 40 Jahren noch nicht erlebt." Alle Ämter und Behörden
    zucken auch nur mit den Achseln und die Angehörigen verweigern jegliche Mitarbeit und Auskünfte.

    Wenn hier noch jemand weiß wo man sonst noch fragen kann welche deutsche Behörde solche Meldungen erhält und weitergibt, ich bin offen für Vorschläge.
    Fakt ist das niemand eine Immobilie kauft in der ein Vorkaufsrecht eingetragen ist auch wenn die Person verstorben ist. Zumindest würde ich das nicht.

  7. #7
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    Lass das doch ein Gericht entscheiden ob die Person das Vorkaufsrecht ausüben möchte oder überhaupt kann. Ein Anwalt sollte Dir hier weiterhelfen können...

    http://www.rechtspflegerforum.de/sho...-nach-§-22-GBO

    Obiger Fall ist nicht 1:1 auf dich übertragbar, aber vom Grundsatz her identisch.

  8. #8
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    Na das hört sich doch an als ob man es lösen könnte. Es muss sich ja lösen lassen wie mit einem Vorkaufsrecht umgegangen wird wenn der Berechtigte sein Vorkaufsrecht nicht ausübt bzw. nicht ausüben kann. Kann man so etwas evtl. mit einer öffentlichen Zustellung lösen?

  9. #9
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    Hallo,
    gut gemeint, aber schon abgeklärt. Ich müsste vor Gericht ja den Tod nachweisen. Dafür bräuchte ich aber einen Totenschein. Eine Todesanzeige aus der Zeitung reicht da nicht.
    Wenn ich den Totenschein hätte wäre ich schon längst in Berlin gewesen und hätte selbst die 200 € für die Sterbeurkunde bezahlt....
    https://service.berlin.de/dienstleistung/318988/

  10. #10
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    Sorry falls quoten so nicht erlaubt ist!
    Zitat Zitat von Inso? Beitrag anzeigen
    [...]Es muss sich ja lösen lassen wie mit einem Vorkaufsrecht umgegangen wird wenn der Berechtigte sein Vorkaufsrecht nicht ausübt bzw. nicht ausüben kann. Kann man so etwas evtl. mit einer öffentlichen Zustellung lösen?
    Zitat Zitat von John Doe Beitrag anzeigen
    [...]
    Notar sagt Ok dann machen wir das anders. Wir stellen ein Schreiben zu und wenn der Inhaber sich nicht innerhalb 30-Tage-Frist meldet erlischt der Anspruch.
    Schön.... 1 Woche später... Schreiben konnte ordnungsgemäß nicht zugestellt werden, wir fragen das Geburtsstandesamt.
    [...]

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