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Thema: Titel aus 2000, Inkasso möchte keine Belege zusenden

  1. #1
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    Standard Titel aus 2000, Inkasso möchte keine Belege zusenden

    Guten Tag zusammen,

    ich habe hier eine Forderungsaufstellung zu einem Titel aus 2000 vorliegen, Schuld ca 150 € plus GK aus 2011, 23 Euro, sowie 9x ZVK aus 2000-2013, 140€ und ein paar Recherchekosten.

    Die titulierte Forderung aus 2000 wurde mit 14% verzinst, die GK mit 4%.

    Alles in Allem ca 400€.

    Ich hatte einen Vergleich geschlossen, der aber 3 Tage vor Fristablauf gekündigt wurde, mit der Begründung "keine Zahlung eingegangen" zahlen Sie alles.

    Daraufhin setzte ich mich mit der CR in Verbindung, wo mir mitgeteilt wurde, ob 3 Tage früher oder später die Kündigung kam ist irrelevant, ich wolle ja eh nicht zahlen.

    Nun gut, daraufhin habe ich eine bereinigte Aufstellung der Forderungen verlangt und diese sogar bekommen. Zinsen wurden nur für die letzten 3 Jahre berechnet, alles gut, aber leider zu 14% und die ZVK stehen auch dort drin.
    Also bat ich um Belege der ZVK um diese Anerkennen zu können, sowie um Titelkopie, um herauszulesen, wie die Zinsen tituliert sind, ob 14% festgesetzt sind oder 5% über Basiszins...

    Diese Beleg möchte man mir nun aber nicht zur Verfügung stellen, mit der Begründung, man wäre nur Gericht und GV verpflichtet zu belegen.
    DAs kann ich nicht nachvollziehen, da ich klar geäußert habe unstreitige Forderungen zu begleichen.
    Im letzten Brief habe ich dann erklärt, davon auszugehen, dass wenn mir keine Belege zugesandt werden, ich eine Gegenrechnung auf den mir vorliegenden Fakten erstelle, die unstreitigen Forderungen zahle (Zahlung HF+Zinsen + GK+Zinsen) und das Ganze für mich dann erledigt ist.

    Forderung wurde scheinbar gekauft, da keine Inkassokosten und CR sagt Titel liegt bei uns

    Bin ich auf der richten Spur? Wäre nett, wenn mir jemand Tips geben kann.

    MfG Typ

  2. #2
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    Entschuldigt, es sind 700 Euro gewesen und ca 400 nach Abzug der verjährten Zinsen

  3. #3
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    Zitat Zitat von genervtertyp Beitrag anzeigen
    Ich hatte einen Vergleich geschlossen, der aber 3 Tage vor Fristablauf gekündigt wurde, mit der Begründung "keine Zahlung eingegangen" zahlen Sie alles.
    Daraufhin setzte ich mich mit der CR in Verbindung, wo mir mitgeteilt wurde, ob 3 Tage früher oder später die Kündigung kam ist irrelevant, ich wolle ja eh nicht zahlen.
    Geiles Argument - dessen selbsterfüllende Prophezeihung aber scheinbar eingetreten ist. Wenn die Vereinbarung vorher eindeutig war, wäre es nicht die schelchteste Eintscheidung gewesen diese in den verbleibenden 3 Tagen zu erfüllen.
    Zitat Zitat von genervtertyp Beitrag anzeigen
    Diese Beleg möchte man mir nun aber nicht zur Verfügung stellen, mit der Begründung, man wäre nur Gericht und GV verpflichtet zu belegen.
    Dann würde auch ich diese nachgerichtlichen Kosten auch nicht zahlen so lange so es nicht belegen wollen/können.
    Zitat Zitat von genervtertyp Beitrag anzeigen
    Im letzten Brief habe ich dann erklärt, davon auszugehen, dass wenn mir keine Belege zugesandt werden, ich eine Gegenrechnung auf den mir vorliegenden Fakten erstelle, die unstreitigen Forderungen zahle (Zahlung HF+Zinsen + GK+Zinsen) und das Ganze für mich dann erledigt ist.
    Bin ich auf der richten Spur? Wäre nett, wenn mir jemand Tips geben kann.
    Ich persönlich würde es in der Situation wohl auch auch so ähnlich machen. Gib Dir mit dem Überweisungsbetreff dann bitte entsprechend Mühe was die Verrechnungsanweisung betrifft. Den Titel werden sie dann aber sehr wahrscheinlich nicht freiwillig rausrücken. Du müsstest dann eigenständig darauf achten, dass sie ihn nicht mehr benutzen und könntest erst in diesem Falle im Rahmen einer Gegenklage auf Herausgabe des Titels klagen.

    Eine für den Schuldner "sauberere" - wenn auch etwas unkonventionelle - Methode ist es aber bei sowas m.E. , der Inkassobude gegenüber das Bestreiten solcher untitulierten Punkte zu erklären und dabei die Gegenrechnung unter Auschluss einer Rechtpflicht zur Abgeltung aller wechselseitigen Ansprüche als eine Art Vergleich anzubieten.
    So wirft man der Bude sozusagen den Federhandschuh hin und gibt denen die Möglichkeit Deiner Argumentation indirekt zuzustimmen ohne zuzugeben zu müssen, dass sie bestimmte Posten garnicht belegen können. Das ist zwar nicht jedermanns Sache weil man sich "auf deren Niveau und Spiel einlässt", für den im Einzelfall Betroffenen ist aber oft eine Option die erstaunlich oft Erfolg hat.

  4. #4
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    Eine Titelkopie bekommst du auch vom ausstellenden Gericht.
    Ansonsten ist das aber OK. Dir unbekannte Kostenpunkte müssen sie durchaus sachlich begründen und ggf. belegen. Sonst könnt ja jeder kommen.
    Ich würde nach Zahlung den entwerteten Titel fordern und ankündigen, dass man bei Weigerung gerne wegen den deiner Meinung nach frei erfundenen Gebühren mal Beschwerde beim Aufsichtsgericht einreicht und auch gerne zu einem Anwalt geht, der die Herausgabe des Titels per Gericht erzwingt. Natürlich würde ich im gleichen Atemzug nochmals erwähnen "Wenn Sie mir die Belege für ihre Gebühren vorlegen, können Sie diesen Streit problemlos vermeiden."

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