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Thema: Überschuldet

  1. #1
    Registriert seit
    09.02.2018
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    11

    Standard Überschuldet

    Hallo liebe Mitglieder,

    ich fasse heute den Mut, mich hier zu melden und um Rat zu fragen. Ich kann vor Sorgen nicht mehr schlafen, habe nur Magenschmerzen; ich weiß einfach nicht weiter.

    Mein Mann und ich haben ca. 38.800€ schulden. Wir zahlen mittlerweile im Monat 985€ nur an Krediten und Kreditkarte ab und haben im Monat 100€ zum Leben. Davon hat mein Mann noch nicht sein Auto getankt und wir haben noch keine Lebensmittel gekauft.

    Wir schaffen es einfach nicht mehr, doch ich weiß nicht, wie wir daraus kommen sollen. Jeden Monat zahlen wir sämtliche Raten, wissen aber nicht, wovon wir leben sollen. Ab März soll ich eig wieder arbeiten gehen auf Teilzeitbasis, dass kommt jedoch darauf an, ob unser 1,5-jährige Sohn die Eingewöhnung im Kindergarten gut mitmacht und er sich dort wohlfühlt. Wenn nicht, bleibt uns nichts anderes übrig als in die Insolvenz zu gehen und hiervor haben wir uns die ganze Zeit gesträubt, weil wir uns als Versager fühlen. Eins wissen wir jedoch: wir nehmen nie wieder Kredite auf.

    Ich weiß aktuell nur nicht, wie wir vorgehen sollen. Sollen wir uns schon ein neues Konto eröffnen und die Gläubigerbanken nicht mehr bedienen? Oder sollen wir weiter zahlen und zuerst zu einem Insolvenzanwalt gehen? Hier habe ich etwas Angst vor den Kosten, da wir wie gesagt momentan keinen Cent haben.

    Es ist schrecklich sich einzugestehen, dass man sich übernommen hat, überschuldet hat. Man möchte doch ein gutes Vorbild für sein Kind sein.

    Vielleicht könnt ihr mir eure ersten Schritte, die ihr unternommen habt, mitteilen. Vollstreckungen laufen nicht, da wir wie gesagt immer zahlen aber nicht wissen, wovon wir unseren Sohn ernähren sollen.

    Ich danke euch.

    Liebe Grüße

  2. #2
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    20.07.2017
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    1.824

    Standard

    Ich grüße Dich!

    Es ist nicht ganz einfach da jetzt was praktisches bzw. inhaltliches zu sagen weil dafür einfach zu wenige Informationen vorliegen. Wieviel verdient Dein Mann? Habt ihr mehr Kinder als den einjährigen Dötz??
    Viel eher aber möchte ich meiner Hoffnung Ausdruck verleihen, dass dieser erste Schritt des "drüber redens" - der Dir sichtlich schwer gefallen zu sein scheint - Dir den nächsten etwas leichter macht.

    Ich würde Dir empfehlen so schnell wie möglich einen Termin bei einer karitativen Schuldnerberatung in Deiner Nähe zu machen. Diese sind in der Regel völlig umsonst (also im Sinne von: kosten nichts) Hier kannst Du schauen welche es in Deiner Nähe gibt:

    http://www.forum-schuldnerberatung.d...atungsstellen/

    Sich jetzt ins Blaue hinein einen "Insolvenzanwalt" zu suchen hat schon dem ein oder anderen schlechte Erfahrungen bereitet. Leider gibt es einige schwarze Schaafe in der Branche. Wenn man da keine konkrete seriöse Empfehlung hat sollte man m.E. sehr vorsichtig sein mit dem ausgeben von teurem Geld...

    ... und so ganz allgemein: Wirtschafliche Fehlentscheidungen hat jeder mal getroffen. Der ein mehr, der andere weniger. Dann kommen bei manchen noch kleine oder große Schiksalsschläge dazu - auch die Geburt eines Kindes kann eine wirtschaftliche Belastung auslösen. Deswegen ist man noch kein schlechtes Vorbild oder gar ein schlechter Mensch. Ein schlechtes Vorbild wär man nur wenn man vor dem Problem weglaufen würde anstatt sich ihm zu stellen. Ich wünsche Dir sehr, dass dies der erste Schritt in diese Richtung war.

  3. #3
    Registriert seit
    17.11.2017
    Beiträge
    53

    Standard

    Ich würde auch vorschlagen schnellstens einen Termin bei einer (kostenlosen) Schuldnerberatung zu machen.
    Das kann je nach Auslastung auch etwas dauern bis du da einen Termin bekommst.

    Also mir hat das sehr geholfen als ich den ersten Termin hinter mir hatte.

  4. #4
    Registriert seit
    19.05.2016
    Beiträge
    15

    Standard

    Schuldnerberatung ist absolut die wichtigste Anlaufstelle im Moment.
    Und ruhigen Gewissens die Notlage zum Ausdruck bringen, auch dass Ihr
    Schwierigkeiten habt euch und euer Kind zu ernähren.

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