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Thema: Gläubiger fangen Geld ab bevor es P-Konto erreicht

  1. #21
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    Zitat Zitat von mepeisen Beitrag anzeigen
    Zugegeben, ich habe das selbst noch nie gemacht. Deswegen gibt es also einen formalisierten Prozess und ein Online-Verfahren, wo man ein Antragsformular auf Deutsch ausfüllen kann und dann ins Zielland schicken kann? würde mich jetzt wirklich interessieren: Wer übersetzt das dann? Was genau macht der Anwalt? Nur die Übersetzung?
    Du kannst das europäische Mahnverfahren per Online Formular in deutscher Sprache lostreten, wenn es um die Pfändung im Zielland geht musst du dich an das lokale Gericht wenden. Die Hürden für die Pfändung werden in dem von dir genannten Absatz ja genannt.

    U.a.
    Wenn der Gläubiger einen Beschluss zur vorläufigen Pfändung beantragt, bevor er eine gerichtliche Entscheidung erwirkt hat, sollte sich das Gericht, bei dem der Antrag eingereicht wird, daher anhand der vom Gläubiger vorgelegten Beweismittel vergewissert haben, dass über die Forderung des Gläubigers gegenüber dem Schuldner in der Hauptsache voraussichtlich zugunsten des Gläubigers entschieden wird.
    Ferner sollte der Gläubiger in allen Fällen, auch wenn er bereits eine gerichtliche Entscheidung erwirkt hat, dem Gericht hinreichend nachweisen müssen, dass eine gerichtliche Maßnahme zum Schutz seiner Forderung dringend erforderlich ist und dass ohne den Beschluss die Vollstreckung einer bestehenden oder künftigen gerichtlichen Entscheidung wahrscheinlich unmöglich oder erheblich erschwert würde, weil eine tatsächliche Gefahr besteht, dass der Schuldner seine Vermögenswerte aufbraucht, verschleiert oder vernichtet oder aber unter Wert oder in einem unüblichen Ausmaß oder durch unübliche Handlungen veräußert, noch bevor der Gläubiger die Vollstreckung der bestehenden oder einer künftigen gerichtlichen Entscheidung erwirken kann.
    Das funktioniert nur in der jeweiligen Amtssprache und nach jeweiligen (Verfahrens)Recht - dafür braucht man öfter einen lokalen Anwalt. Ich bezweifel z.B. das sich ein englischer Anwalt mit der ZPO auskennt.

  2. #22
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    .......

    Kann er (der Gläubiger!) nicht? --> europäische Kontopfändungsverordnung (insbesondere Artikel 14).
    .......
    EU-Verordnung (EuGVVO Nr. 1215/2012): Der Schuldner muss vor der Vollstreckungsmaßnahme zwingend informiert werden (Art. 43 Abs. 1 EuGVVO) und hat insofern in der Regel genügend Zeit, sein Vermögen zu verschieben.

  3. #23
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    wenn es um die Pfändung im Zielland geht musst du dich an das lokale Gericht wenden
    Merkwürdig, zumal ich im Formular das Zielland bereits auswählen kann. Daraus habe ich geschlossen, dass man genau diesen Umweg nicht braucht bzw. dass dieser Weg problemlos über das Formular eingeleitet wird. Ohne eigene Übersetzung, ohne lokale teure Anwälte. Aber wenn dem wirklich so ist.... Dann ist es wohl unverständlicher Bürokratismus. Werde mich wohl mal damit beschäftigen demnächst aus Interesse.

    EU-Verordnung (EuGVVO Nr. 1215/2012): Der Schuldner muss vor der Vollstreckungsmaßnahme zwingend informiert werden (Art. 43 Abs. 1 EuGVVO) und hat insofern in der Regel genügend Zeit, sein Vermögen zu verschieben.
    --> https://e-justice.europa.eu/fileDown...9-bc5111047744
    Kapitel 3.5 und Kapitel 13.5.
    Laut diesem PDF geht das zuerst an den Drittschuldner und erst danach an den Schuldner.

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