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Thema: Schulden begleichen, nur 450€ job als Einkommen möglich?

  1. #1
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    Standard Schulden begleichen, nur 450€ job als Einkommen möglich?

    Guten Tag, ich arbeite seit Anfang 2016 als Aushilfe und verdiene zwischen 136€ und 450€ je nach Einsatz. Ich lebe mit meinem Partner zusmmen der auch die Kosten für Wohnung, Auto ect. trägt.
    Meine Krankenversichrung zahle ich selbst mit 176€/Monat. Leider konnte ich diesen Betrag nicht aufbringen und konnte seit Mai 2017 nicht mehr zahlen. Eine Forderung von 789€ stellt die Krankenkasse.
    Universal Inkasso AG hat eine Forderung von 988€ aus dem Jahre 2010.
    Mein Ex Freund stellt eine Forderung von 4000€ aus einer Leihgabe.

    Ich kann das alles nicht bewältigen. Ich möchte den 3 Gläubigern anbieten 10€ Monatlich zurück zuzahlen aber da 10€ sehr wenig sind, glaube ich nicht, dass sie sich darauf einlassen. Gäbe es noch eine andere Möglichkeit? Ich habe leider auch kein Geld um einen Anwalt zu bezahlen, da hätte ich direkt noch mehr Schulden.

    Würde mich über ein Antwort freuen.

    Helen

  2. #2
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    Vorrangig zu klären wäre, wie die regelmäßigen Beiträge zur Krankenversicherung gezahlt werden können. Wäre es denkbar, dass Du zumindest eine sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung aufnimmst, damit die Krankenversicherung über den Arbeitgeber gezahlt wird? Falls nein: Warum nicht?

    Bei der Regulierung wäre zu beachten, dass Schulden bei der Krankenversicherung zur Einschränkung der Leistungen führen können. Deshalb wäre eine (tragbare) Ratenzahlungsvereinbarung mit der Krankenkasse wichtiger als die anderen Schulden.

    Von der Schuldenregulierung mit einem Anwalt rate ich ab. Recherchiere doch einmal hier, ob es in deiner Region kostenfreie karitative Schuldnerberatungsstellen gibt:

    http://www.forum-schuldnerberatung.d...atungsstellen/

  3. #3
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  4. #4
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    Zitat Zitat von rike3 Beitrag anzeigen
    Das ist ein ziemlich exotischer Sonderfall, der auf die TE mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zutrifft. Und auch da müsste man seine KV-Beiträge bezahlen (können)...

  5. #5
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    Olaf, ich habe doch danach früher auch gearbeitet nur das es in §179 damals geregelt war
    Und ich fand das gut
    Wenn Einsätze da war wurde angerufen. Wichtig war nicht durchgehend 7 Tage zu arbeiten
    Und am Monatsende hat die Firma ihren Anteil und meinen abgeführt,wobei Arbeitslosenversicherung entfiel.
    Und danch konnte mn wenn die eine wenig Einsätze hatte auch bei sein nach dem gleichen Muster
    Der Vorteil war das die Unterbrechung nie 4 Wochen war wo die Nachversicherung glt
    Und es war erheblich billiger, als wenn man privat sich versichern musst, man führt Beiträge in die RV mit ab usw.
    Damals hatte man einen geringen Aufschlag monatlich von AN Seite hingenommen und dafür hat man sogar ab dem 1.Tag Krankengeld bekommen bei Ausfall von der KBV, was jetzt glaub ich weg gefallen ist
    Es ist nicht alles schlecht

  6. #6
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    Zum Thema Schulden hat Olaf ja eigentlich schon alles Relevante gesagt.

    Dennoch möchte ich - auch da ich die sozialrechtliche Lage in solchen Beziehungskonstellationen milde formuliert völlig beknackt finde - da mal ganz theoretisch und vorsichtig was zu sagen.

    Ich nehme an Dein Freund verdient soviel, dass ihr zusammen zu viel Einkommen hättet um ergänzend SGB II Leistungen zu bekommen, oder?

    Nur mal ganz theoretisch angenommen ihr würdet euch trennen - bliebet aber in der Wohnung wohnen. Hättet ihr keine gemeinsamen Kinder, getrennte Konten und getrennte Betten (Schlafcouch im Wohnzimmer reicht) und getrennte Kühlschrankfächer - dann wärt ihr eine wunderbare Wohngemeinschaft und keine "Bedarfgemeinschaft" im Sinne des SGB II und Du könntest unabhängig vom Einkommen Deines Freundes SGB II beantragen - Krankenversicherung und Schutz vor Ruhendstellung der KV wegen der Rückstände inklusive.

  7. #7
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    Hi,
    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Nur mal ganz theoretisch angenommen ihr würdet euch trennen - bliebet aber in der Wohnung wohnen. Hättet ihr keine gemeinsamen Kinder, getrennte Konten und getrennte Betten (Schlafcouch im Wohnzimmer reicht) und getrennte Kühlschrankfächer - dann wärt ihr eine wunderbare Wohngemeinschaft und keine "Bedarfgemeinschaft" im Sinne des SGB II
    bis zu einem Jahr Zusammenleben wären die getrennten Betten und Kühlschrankfächer eigentlich nicht nötig. Danach theoretisch auch nicht, praktisch würde das aber vermutlich das Sozialgericht in voraussichtlich 2 Jahren entscheiden müssen, wenn's drauf ankommt,

    Gruß
    Ingo

  8. #8
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    Zitat Zitat von Ingo Beitrag anzeigen
    wenn's drauf ankommt
    Aktuell sieht diese ausgesprochen zeitgemäße *hust* Gesetzeslage aber kaum überspitzt formuliert so aus: Am Ende des Tages geht's ums knutschen

    Wer knutscht muss sich vom BeknutscherIn in gemeinsamer Wohnung durchfüttern lassen. Wer Zölibat und Platonie proklamiert hat Anspruch auf SGB II Leistungen.

    Aber ich habe da auch mal eine Frage zu die ja auch irgendwie in den Zusammenhang passt. Vielleicht kannst Du mir bei folgendem Problem helfen. Meine Recherchen und Fragen an Kollegen brachten bislang immer das gleiche, ernüchternde Ergebnis:

    In dem nicht seltenen Fall nämlich in dem ein (bekennend knutschendes) Pärchen in gemeinsamer Wohnung lebt und z.b. der Partner mit Einkommen verschuldet ist. Das SGB II ist grundsätzlich der Ansicht sie leben in einer Bedarfsgemeinschaft und wirtschaften gemeinsam - die ZPO sieht das anders sobald kein Anspruch auf SGB II Leistungen besteht.
    Wenn das Einkommen des verschuldeten Partners zu hoch ist um in der BG mit der Partnerin Anspruch auf SGB II Leistungen zu haben - er aber vor der ZPO als Alleinstehender nur Anspruch auf Pfändungsschutz in der Höhe des Sockelbetrages hat kommt es doch m.E. zu einer Endlosschleife.
    Der Betreffende würde dann gepfändet werden - da keine gesetzliche Unterhaltsverpflichtung. Dies würde seine bereiten Mittel bzw. die der Bedarfsgemeinschaft u.U. unter das Existenzminimum befördern. Die beiden hätten jetzt als Bedarfsgemeinschaft Anspruch auf ergänzendes Hartz IV. In dem Moment kann sich der verschuldete Partner eine P-Kontobescheinigung ausstellen lassen da er ja für eine zweite Person Leistungen bezieht. In diesem Moment aber hätte er ja wieder ein zu hohes Einkommen um überhaupt Anspruch auf SGB II Leistungen zu haben - würde aus dem Leistungsbezug fallen, könnte wieder gepfändet werden und müsste nun wieder zum Jobcenter.....

    Gibt es eine elegante Lösung zu o.g. Problem? Bislang fällt mir nichts besseres ein als zu versuchen dem Vollstreckungsgericht den Sachverhalt darzulegen - mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Sagt der aktuelle BGH Beschluss da irgendwas zu? Ich habe ihn noch nicht komplett gelesen - das was ich las machte mir aber keine Hoffnung auf eine Auflösung des geschilderten Problems.

  9. #9
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    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Nur mal ganz theoretisch angenommen ihr würdet euch trennen - bliebet aber in der Wohnung wohnen...
    Ich verstehe zwar die gefühlte Ungerechtigkeit des Konstruktes der „Bedarfsgemeinschaft“ und die faktische Konstruktion einer Unterhaltsverpflichtung. Dennoch finde ich Deine angedeutete „Lösung“ extrem gefährlich. Man kann unliebsame Gesetze nicht durch das Vorspiegeln falscher Tatsachen aushebeln. Zumindest sollte man sich bewusst sein, dass man sich strafbar macht. Als unterschwellige Anregung eines Praktikers (auch wenn du dich nicht als solcher registrieren magst) hier m.E. fehl am Platze.

    Ansonsten ganz liebe Grüße von
    Olaf

  10. #10
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    Zitat Zitat von Olaf K Beitrag anzeigen
    Als unterschwellige Anregung eines Praktikers (auch wenn du dich nicht als solcher registrieren magst) hier m.E. fehl am Platze.
    Natürlich wollte ich keine Lösung vorschlagen, sondern mich nur allgemein über die Gesetzeslage austauschen...

    Alles gut. Ich rechnete u.a. mit einer solchen Antwort, hege Verständnis für Deinen Standpunkt und trage Deine Schelte mit Würde.

    Auch an Dich liebe Grüße!

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