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Thema: Jobkündigung und Umzug ins Ausland nach Eröffnung der Privatinsolvenz möglich?

  1. #21
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    Achso, noch ein legaler Gedanke, wenn du nach Thailand auswanderst und keine Workpermit hast, wie willst du dann deinen Pflichten nachkommen? Den deutschen Behörden sagen: "Ach sie wissen schon in Thailand arbeiten Ausländer in der Regel schwarz"?.

    Blöd das man hier die Beiträge nicht editieren kann.

  2. #22
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    Danke für eure Antworten bezüglich Thailand. Mir ist bewusst, dass das mit dem Visum und dem Workpermit nicht so einfach ist. Ein langfristiges Visum schließe ich sowieso aus, da ich das nicht bekommen werde und auch nicht das Geld dazu habe. Werde zuerst mit einem Touristenvisum (Multiple Entry) einreisen. Wobei ich da noch überlegen muss, wie ich die 5000€ per Kontoauszug nachweisen soll. Werde dann vor Ort nach Arbeit schauen und mich in Hotels persönlich vorstellen oder ein TEFL Zertifikat machen, um Englisch zu unterrichten. Habe selbst Freunde (Europäer) dort, die auch einen Job mit Workpermit finden konnten, auch wenns natürlich nicht so einfach ist. Das Gehalt wird bei umgerechnet maximal 1000€ liegen und mit dem kann man durchaus auskommen. Solange ich mich bei Unternehmen bewerbe kann mein zukünftiger Insolvenzverwalter nichts sagen, da ich mich um Arbeit bemühe.

  3. #23
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    Zitat Zitat von Honigblume Beitrag anzeigen
    Solange ich mich bei Unternehmen bewerbe kann mein zukünftiger Insolvenzverwalter nichts sagen, da ich mich um Arbeit bemühe.
    Du brauchst zuerst ein langfristiges Visa, bevor du dich um eine Workpermit kümmern kannst, wenn du mit einem Touri Visa nach Thailand einreist dann würde ich dir als Gläubiger unterstellen das du keinen ernsthaften Versuch machst um eine Arbeit zu finden, da es legal nicht möglich ist. Mach was du willst, aber wie du dir das vorstellst wird es nicht funktionieren.

    Du kannst dich in Thailand legal ohne langfristiges Visum nicht um einen Job kümmern, dieses Visa muss vor der Einreise bestehen. Sich Vorort um einen Job zu kümmern läuft in aller Regel auf diese typischen halblegalen thailändischen Lösungen hinaus. Eine Workpermit bekommst du nur von einem großen Konzern, liess dir mal durch welche Bedingungen ein Betrieb erfüllen muss damit jemand eine Workpermit bekommt. Aus dem Kopf fällt mir eine das pro ausländischen Mitarbeiter 2 Millionen Baht hinterlegt werden müssen, das Gehalt muss mind. 40.000THB zzgl. Steuern im Monat sein und pro Ausländer müssen 10 Thailänder beschäftigt werden, wie gesagt das ist aus dem Kopf. Genaues hier:

    https://www.thailandlawonline.com/th...rs-in-thailand

    Dann gibt es eine ganze Reihe von Arbeiten die man in Thailand als Ausländer gar nicht ausführen darf, hier mal ein Ausschnitt:

    http://www.thaiembassy.com/thailand/...t-thailand.php

    Wenn du dich auf einen solchen Job bewirbst wird dir jeder Insolvenzverwalter sagen das du deiner Mitwirkungspflicht nicht nachkommst.

    Die Idee einer Insolvenz in Thailand ist sicher verlockend, die Fangstricke aber so vielfältig das ein scheitern wahrscheinlich wird. Wenn die Insolvenz durchgeht wird es eher an Glück und mangelnden Interesse des Verwalters und der Gläubiger liegen als an der Legalität.

    Funfact am Rande (wie gesagt ich habe da meine Erfahrungen), es kann durchaus sein das dein Insolvenzverwalter bei thailändischen Behörden nachfragt (bei mir war es das Finanzamt das meine Angaben überprüfen wollte), dann wird der ganze Schriftverkehr übersetzt - die Kosten sollte ich damals tragen, bei dir werden sie die Kosten des Verfahrens erhöhen - mindestens.

  4. #24
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    Entschuldige, aber dass das langfristige Visum vor der Einreise bestehen muss um ein Workpermit zu erhalten ist nicht richtig. Es ist grundsätzlich egal mit welchem Visum man nach Thailand einreist. Logischerweise darf man ohne Workpermit nicht (legal) arbeiten. Illegal werde ich sowieso nicht arbeiten, da ich keine Einreisesperre/Geldstrafe in Kauf nehme. Deshalb stelle ich mich persönlich bei verschiedenen Hotels/Firmen vor und werde mich vor der Auswanderung außerdem per Mail bei Firmen bewerben. Wenn mich eine Firma einstellt macht diese einen Arbeitsvertrag fertig und beantragt + bezahlt das Workpermit. Dann muss ich kurz in ein Nachbarland ausreisen und bekomme das Non Immigrant B Visa ausgestellt, da dann alle Unterlagen vollständig sind und kann legal arbeiten. So kenne ich das Prozedere. ;-) Es sagt niemand, dass es mega einfach ist eine Arbeit (und ich rede nur von legaler Arbeit) zu bekommen, aber es ist trotzdem machbar. Wie gesagt bin kein Thailandneuling und weiß ganz gut was auf mich zukommt. Und das mit der Liste, welche Jobs man nicht ausführen darf ist richtig, dass dies so einige sind. Es gibt trotzdem noch genügend Jobs im Tourismusbereich oder auch Sales und Marketing, Management, usw. welche Ausländer ausführen dürfen. Und das mit dem Einkommen von mindestens 40000 Baht stimmt, aber einige Firmen tragen ein höheres Einkommen wegen des Workpermits ein und bezahlen einem dann etwas weniger. Das ist aber für mich kein Problem, da ich sowieso nicht so viel verdienen werde, dass es über der Pfändungsgrenze liegen wird. Denn diese bleibt von der Tabelle gleich mit Deutschland. Das mit den Kosten sehe ich dann wenns soweit ist. Ich verstehe wenn man Bedenken hat, aber du bringst das aktuell so rüber als hätte ich keine Ahnung auf was ich mich einlasse, mit meinem Plan nach Thailand auszuwandern. Es gibt viele die an den Plänen auszuwandern scheitern, aber das liegt meist daran, dass sie entweder zu faul sind sich um etwas zu bemühen oder dann das gesparte Geld raushauen als wären sie im Urlaub. Wenn man bedenkt was Einheimische verdienen, bekommt man als Ausländer mehr und kann davon auch gut leben, wenn und solange man sich anpasst.
    Geändert von Honigblume (10.02.2018 um 00:47 Uhr)

  5. #25
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    Wenn du denkst das der Insolvenzverwalter und deine Gläubiger kein Problem damit haben das du in ein Land auswanderst in dem du zunächst legal nicht arbeiten darfst und du in deinem gelernten Beruf nicht arbeiten darfst dann wird das schon kein Problem sein. Ich denke Mitwirkungspflicht sieht anders aus.

    Ansonsten:
    Entschuldige, aber dass das langfristige Visum vor der Einreise bestehen muss um ein Workpermit zu erhalten ist nicht richtig.

    Du bestätigst doch was ich schreibe:
    Dann muss ich kurz in ein Nachbarland ausreisen und bekomme das Non Immigrant B Visa ausgestellt, da dann alle Unterlagen vollständig sind und kann legal arbeiten.
    der Weg ist der, du bekommst die Zusage das du einen Job bekommst, reist mit diesen Papieren wieder aus Thailand raus, beantragst dann dein langfristiges Visa, mit dem Arbeitsvertrag in der Tasche, reist wieder nach Thailand und beantragst dann dein Work Permit.

    Ich wünsche dir viel Glück, du weisst ja wie das alles geht. Melde dich dann doch mal wieder hier wenn du dein Work Permit in der Tasche hast.

    Ich bringe nicht rüber als ob du keine Ahnung hast, ich kenn mich da nur ganz gut aus weil ich seit 30 Jahren nach Thailand reise, dort selber ein paar Jahre gelebt und gearbeitet habe, weil ich seit 20 Jahren in Thailand beruflich aktiv bin, zu meinen Bekanntenkreis eine ganze Menge Firmeninhaber in Thailand gehören, ich mir dem ein oder anderen deutschen Hoteldirektor in Bangkok befreundet bin (die mir immer gerne erzählen welch Horror die thailändische Bürokratie sein kann), weil ich selber schon in der Lage war das mich die Behörden vor Ort erpresst haben.

    Und es geht hier ja um zwei Sachen.

    1. Kann man nach Thailand auswandern? Klar das kriegt man irgendwie hin, und wenn man dableiben will und sich mit den Umständen Vorort arrangiert kann das klappen. Deswegen würde ich hier niemals solange Posts schreiben. Ich habe nicht die Mission Menschen von ihrem Glück abzuhalten, das geht mich auch überhaupt nichts an.

    2. Funktioniert eine deutsche Insolvenz in Thailand? Da habe ich so meine Zweifel weil du eben nicht uneingeschränkt dort arbeiten darfst, ganz im Gegenteil die Hürden dort sehr hoch für eine Arbeitsaufnahme liegen. Wenn du das anders siehst, dein Schuldenberater, dein Insolvenzverwalter und deine Gläubiger das anders sehen dann wird das sicher klappen.

  6. #26
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    Deshalb hatte ich ja meinen Schuldnerberater gefragt, ob dies ein Problem darstellen kann. Er hat aber keine Bedenken. Das mit der Einreise mit einem langfristigen Visum habe ich falsch verstanden, entschuldige. Hatte es bei deiner Erklärung so aufgefasst, dass es ausschließlich in Deutschland beantragt werden müsste und das meinte ich damit, dass dies dann nicht richtig wäre.
    Muss ehrlich sagen, dass falls die Inso so doch nicht durchgeht, ich trotzdem nach Thailand gehen würde. Nur mit Inso wärs einfach praktischer.

  7. #27
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    Zitat Zitat von Honigblume Beitrag anzeigen
    Deshalb hatte ich ja meinen Schuldnerberater gefragt, ob dies ein Problem darstellen kann. Er hat aber keine Bedenken. Das mit der Einreise mit einem langfristigen Visum habe ich falsch verstanden, entschuldige. Hatte es bei deiner Erklärung so aufgefasst, dass es ausschließlich in Deutschland beantragt werden müsste und das meinte ich damit, dass dies dann nicht richtig wäre.
    Muss ehrlich sagen, dass falls die Inso so doch nicht durchgeht, ich trotzdem nach Thailand gehen würde. Nur mit Inso wärs einfach praktischer.
    Wie gesagt wenn du mit einem Tourivisa von Deutschland aus nach Thailand reist, würde ich dir als Gläubiger unterstellen das du keine Arbeit aufnehmen möchtest (weil dies eben nicht möglich ist), und als Insolvenzverwalter würde ich dies auch tun. Der Schuldnerberater kann dir alles mögliche erzählen es kommt auf den Insolvenzverwalter an.

    Wenn du ohnehin nach Thailand wills und dort auch eine Zukunft siehst, warum startest du hier ein Insolvenzverfahren? Melde dich einfach in D ab, melde dich ordentlich in Thailand an und gehe nach Thailand - dann arbeitet die Zeit für dich. Am 01.01.2022 wären alle Schulden die bis zu deiner Abmeldung nicht tituliert sind (bzw. bei denen es bis dahin nicht ein entsprechendes Verfahren gibt) verjährt. Wenn du irgendwann mal wieder nach Deutschland kommst wird das meiste automatisch erledigt sein. Wenn du ein Verfahren anschiebst und dir die Restschuldbefreiung auf Grund der Umstände verwehrt wird hast du nichts gewonnen und nach wie vor sämtliche Schulden am Arsch.

    Kann es sein das dein Schuldenberater die Auswanderung so unkritisch sieht weil er die Hürden für die Arbeitsaufnahme in Thailand nicht kennt?

  8. #28
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    Zitat Zitat von Honigblume Beitrag anzeigen
    Deshalb hatte ich ja meinen Schuldnerberater gefragt, ob dies ein Problem darstellen kann. Er hat aber keine Bedenken.
    Ich persönlich halte diese Einschätzung für deutlich zu optimistisch. Meines Erachtens ist der Antrag unter den Voraussetzunen nicht nur gewagt sondern völlig überflüssig. Er wird mit einiger Wahrscheinlichkeit zu einer Veranstaltung führen die im Sande verläuft und wird dabei Dich und alle Beteiligten Zeit, Mühen und Geld kosten. Am Ende wird sich Deine Siutation eher verschlechtert haben als verbessert.

  9. #29
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    Hi,
    Zitat Zitat von Honigblume Beitrag anzeigen
    Deshalb hatte ich ja meinen Schuldnerberater gefragt, ob dies ein Problem darstellen kann. Er hat aber keine Bedenken.
    ich denke, dass Inso? da recht haben könnte. Weise ihn doch mal auf diesen Thread hin und frage ihn dann nochmal.

    Gruß
    Ingo

  10. #30
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    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Ich persönlich halte diese Einschätzung für deutlich zu optimistisch.
    Das wäre auch meine Einschätzung.

    Man darf nie aus den Augen verlieren, dass das erste Ziel eines Restschuldbefreiungsverfahrens die Gläubigerbefriedigung ist. Aus diesem Grund gibt es u.a. die Erwerbsobliegenheit. Diese beinhaltet meiner Einschätzung nach auch einen eventuellen Wohnortwechsel, um (höheres) Einkommen erzielen zu können. Da Sie hier in D pfändbares Einkommen erzielen können, wäre aus meiner Sicht die Erwerbsobliegenheit nicht erfüllt.

    Vielleicht könnte man dieses heilen, in dem Sie durch Zahlungen die Gläubiger so stellen würden, als wenn Sie hier pfändbares Einkommen erzielen würden (z.B. auf Basis Ihrer alten Einkünfte), da dann die Gläubigerbefriedigung nicht beeinträchtigt ist.

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