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Thema: Mit 73 noch Insolvenz anmelden, ist das sinnvoll?

  1. #11
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    vielen Dank für die bisherigen Antworten.

    Mir persönlich macht es nichts aus, das Erbe auszuschlagen. Mit dem Wissen bin ich aufgewachsen, ich habe meinen Weg auch ohne finanziellen Anschub oder Aussicht auf ein Erbe bislang ganz gut gemeistert. Zunächst werde ich einen gemeinsamen Termin mit der Bank warnehmen und ein P-Konto für meine Mutter zu eröffnen. Dann werden wir die Optionen besprechen, vielleicht auch vorab anwaltlichen Rat einholen. Die Situation insgesamt ist noch etwas komplizierter. Es gibt noch meinen Vater und Ehemann meiner Mutter, auch verschuldet, Hauseigentümer (belastet natürlich). Er wird diesen Schritt niemals gehen.

    Tendentiell bin ich beim P-Konto und gut ist. Sicherlich wäre auch ein Vergleich anzustreben, wobei dann zunächst erstmal alle Gläubiger zu ermitteln wären.

  2. #12
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    geh doch mit deiner Mutter einen Schritt nach dem anderen.

    P-Konto und Bankgespräch ist schon mal sehr gut.
    Und dann sieht sie dass sie sich sehr wohl dort noch blicken lassen kann, dass nichts weiter passiert.
    Und kann entscheiden ob ihr das vielleicht so schon genügt oder ob sie weiter machen möchte

    Du könntest mit ihr einen Termin bei einem Fachanwalt vereinbaren, eine Erstberatung kostet nicht die Welt, vielleicht ist es dir möglich ihr das zu bezahlen und ihr geht gemeinsam hin.
    Auch da kann sie mit dir Fragen vorbereiten, sich das anhören, wirken lassen.

    Auf ein paar Wochen hin oder her (oder auch Monate) kommt es ja nicht an

  3. #13
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    Vielleicht sollte man nicht so kühl auf den Groschen gucken sondern sich überlegen, ob es eventuell für die Lebensqualität der alten Dame Sinn macht, noch einmal ordentlich aufzuräumen. Vielleicht sind ja geordnete Verhältnisse für sie wichtiger als ein bisschen Konsumverzicht, der möglicherweise nach erfolgter RSB noch auf sie zukäme.

    Wie ist das denn eigentlich mit PKH (die Stundung gibt es doch nach den Regeln der PKH?) und einem Einkommen unter der Pfändungsgrenze. In welcher Höhe könnten denn überhaupt Rückzahlungen bei einer Rente von derzeit 1000 Euro nach Erreichen der RSB festgelegt werden?

  4. #14
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    Zitat Zitat von ichhabwasvergessen Beitrag anzeigen
    Wie ist das denn eigentlich mit PKH (die Stundung gibt es doch nach den Regeln der PKH?) und einem Einkommen unter der Pfändungsgrenze. In welcher Höhe könnten denn überhaupt Rückzahlungen bei einer Rente von derzeit 1000 Euro nach Erreichen der RSB festgelegt werden?
    Es kommt auch auf die Belastungen wie Miete etc. an. Bei einer durchschnittlichen Mietbelastung wohl so um die 50 Euro je Monat.

    Man schaue hier und rechne rum: http://www.pkh-rechner.de/
    Geändert von Caffery (16.01.2018 um 15:32 Uhr)

  5. #15
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    Ich würde entschieden von Vergleichsversuchen abraten! Mit 75 Jahren ist es leider so, dass der Eintritt von Pflegebedürftigkeit und ggf. auch stationärer Pflege in den nächsten Jahren eine deutlich erhöhte Wahrscheinlichkeit hat. Dann hätte die arme Frau nur noch ca. 80,- Taschengeld zur Verfügung und sollte davon keinesfalls mehr Raten an Gläubiger zahlen müssen!

    Ein Insolvenzverfahren wäre nicht schwer zu beantragen:
    - Gläubiger aus den Unterlagen heraussuchen und auflisten
    - wenn es 20 oder mehr sind oder wenn Forderungen aus Angestelltenverhältnissen (Lohn, Krankenversicherung, Einkommensteuer für ehem. Angestellte) -> Regelinsolvenzantrag (sonst müsste man zur Schuldnerberatung)
    - Antragsvordrucke von Gericht zusenden lassen (oder den hier verwenden), nach bestem Wissen ausfüllen und fertig!

  6. #16
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    Zitat Zitat von Olaf K Beitrag anzeigen
    Ich würde entschieden von Vergleichsversuchen abraten! Mit 75 Jahren ist es leider so, dass der Eintritt von Pflegebedürftigkeit und ggf. auch stationärer Pflege in den nächsten Jahren eine deutlich erhöhte Wahrscheinlichkeit hat. Dann hätte die arme Frau nur noch ca. 80,- Taschengeld zur Verfügung und sollte davon keinesfalls mehr Raten an Gläubiger zahlen müssen!
    Wer hat hier was von Raten gesagt? Das wäre natürlich aus den von Dir dargestellten Gründen Harakiri. Meine Überlegungen gehen da grundsätzlich in Richtung Einmalvergleich mit sehr geringer Quote. Wenn die Angehörigen bereit und in der Lage sind (für den Fall das es klappt) etwas bereitzustellen ist das meiner Erfahrung nach ein Versuch den bei solchen Konstellationen (wenn alle Gläubiger bekannt sind) durchaus mal versuchen kann. Ich zumindest habe da ganz gute Erfahrungen mit gemacht.

  7. #17
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    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen

    Man schaue hier und rechne rum: http://www.pkh-rechner.de/
    Dieser PKH-Rechner ist nicht zu empfehlen, da er falsch rechnet. (z. B. wird der Freibetrag für Partner mit 481 € nicht berücksichtigt, ebenso keinerlei Mehrbedarf!)

    Alternativ - aber stets unter Vorbehalt - kann dieser PKH-Rechner benutzt werden: https://www.rfak.de/pkh_vkh_rechner.php

  8. #18
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    was passiert mit den Misen, wenn sie nicht mehr ist? Hat jemand was mitunterschrieben? Sippenbürgschaft gibt's ja nich

  9. #19
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    Zitat Zitat von Glück Beitrag anzeigen
    was passiert mit den Misen, wenn sie nicht mehr ist? Hat jemand was mitunterschrieben? Sippenbürgschaft gibt's ja nich
    Liest du, bevor du antwortest?
    Fang doch einfach nochmal mit dem Thread von vorne an und dann weißt du vielleicht, warum dein Beitrag - wie immer - blödsinnig war.

  10. #20
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    Zitat Zitat von Miraculix Beitrag anzeigen
    Dieser PKH-Rechner ist nicht zu empfehlen, da er falsch rechnet. (z. B. wird der Freibetrag für Partner mit 481 € nicht berücksichtigt, ebenso keinerlei Mehrbedarf!)

    Alternativ - aber stets unter Vorbehalt - kann dieser PKH-Rechner benutzt werden: https://www.rfak.de/pkh_vkh_rechner.php
    Der Rechner ist wirklich besser - da detaillierter, danke.

    Für eine grobe Einschätzung und um einen Eindruck davon zu bekommen wie die Raten festgesetzt werden reicht der "einfache" aber m.E. dennoch aus.

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